Ruhiger Wochenauftakt: Dax kämpft mit 25.000-Punkte-Marke

Der Start in die Woche verläuft für den Dax schleppend und die hartnäckige Marke von 25.000 Punkten wird weiterhin nicht geknackt. Während der deutsche Leitindex gegen Mittag seine anfänglichen Gewinne einbüßte und 24.913 Punkte erreichte, konnte der MDax noch ein leichtes Plus von 0,10 Prozent auf 31.331 Zähler verbuchen. Der EuroStoxx 50, das Barometer für die Eurozone, notierte ein Wachstum von rund 0,3 Prozent.
Die internationalen Handelsaktivitäten sind zum Wochenstart eher zurückhaltend. An den Börsen der USA herrscht Feiertagsruhe, ebenso pausierten mehrere asiatische Märkte, darunter China, wegen des Neujahrsfestes. Mit wirtschaftlichen Impulsen ist erst im Laufe der Woche aus den USA und Europa zu rechnen.
Analyst Matthew Britzman von Hargreaves Lansdown wies darauf hin, dass die geschlossenen US-Märkte für viele Anleger eine wohltuende Pause darstellen. In der Vorwoche hatten KI-Ängste für merkliche Volatilität gesorgt. Bereits am Donnerstag hatte der Dax die 25.239 Punkte gestreift, jedoch die Rekordmarke von 25.507 Punkten nicht überschreiten können.
Jochen Stanzl von der Consorsbank erläuterte, dass Anleger zuletzt von KI-Aktien zu etablierten Blue Chips gewechselt seien. Dennoch zeige die Unsicherheit mit den Kursverlusten bei Logistik- und Finanzunternehmen, dass auch traditionelle Firmen nicht vor KI-bedingten Verwerfungen sicher sind.
Erholung war bei den Banken zu beobachten: Commerzbank und Deutsche Bank verzeichneten im Dax satte Zuwächse von bis zu 1,9 Prozent. Siemens litt hingegen unter einem Verlust von 2,6 Prozent, trotz eines Rekordhochs in der Vorwoche.
Baustoffunternehmen erfreuen sich ebenfalls gesteigerter Nachfrage. Heidelberg Materials konnte bei einem Plus von 2,4 Prozent aufatmen, nachdem JPMorgan Bedenken um den Emissionshandel zerstreut hatte. Hochtief glänzte im MDax mit einem Rekordhoch.
Ein herber Rückschlag traf Flatexdegiro, dessen Aktien um 4,1 Prozent fielen, nachdem Exane BNP Paribas das 'Outperform'-Rating gestrichen hatte.

