Ruhige Märkte: Staatsanleihen im Wartestand
Die deutschen Staatsanleihen zeigten sich am Donnerstag kaum verändert, nachdem sie in den letzten Tagen von politischer Unsicherheit in Frankreich profitiert hatten. Der Euro-Bund-Future verzeichnete am Vormittag einen leichten Anstieg um 0,04 Prozent und notierte bei 129,72 Punkten. Gleichzeitig erreichte die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen 2,69 Prozent.
Die zuvor dominante Risikoaversion an den Finanzmärkten infolge der politischen Turbulenzen rund um Frankreich, das aufgrund des Streits um die Haushaltskonsolidierung auf unsicherem Terrain steht, ließ nach. Dies ermöglichte es den Börsen, sich zu erholen und die Nachfrage nach den als sicher geltenden Staatsanleihen wurde somit gedämpft.
Die jüngsten Konjunkturdaten aus dem Euroraum, insbesondere die Entwicklungsrate der Geldmenge, hatten nur einen geringen Einfluss auf die Anleihemärkte. Die Jahresrate der Geldmenge verharrte unter der 4-Prozent-Marke, ohne dabei ausschweifende Konjunkturerwartungen oder inflationären Druck zu erzeugen, so Ulrich Wortberg von der Landesbank Hessen-Thüringen.
Ein Blick nach Übersee richtet das Augenmerk der Marktteilnehmer auf die zweite Schätzung des US-Wirtschaftswachstums im zweiten Quartal. Von besonderem Interesse sind hierbei die Kräfte, die das Bruttoinlandsprodukt angetrieben haben, wie René Albrecht von der DZ Bank kommentierte.

