Rüstungssparte beflügelt Diehls Rekordergebnis
Der Nürnberger Mischkonzern Diehl kann auf ein äußerst erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken, das durch erhebliche Umsatzsteigerungen und einen beachtlichen Gewinnanstieg geprägt war. Finanzvorstand Jürgen Reimer verkündete einen Umsatzsprung um 22,3 Prozent, der nun knapp 4,7 Milliarden Euro beträgt. Der Jahresüberschuss hat sich mehr als verdoppelt und liegt bei beeindruckenden 343,5 Millionen Euro – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Vorjahr.
Besonders die Rüstungssparte hat sich als wichtigster Wachstumstreiber herauskristallisiert. Mit dem Luftabwehrsystem Iris-T, das auch in der Ukraine Verwendung findet, erzielte dieser Bereich ein Umsatzwachstum von 60 Prozent und generierte somit rund 1,8 Milliarden Euro. Helmut Rauch, Geschäftsführer der Rüstungssparte, berichtet von einer ausgezeichneten Auftragslage und betont den Ausbau der Kapazitäten an allen Standorten. Auch nimmt die Zahl der Bewerbungen zu, und es gibt einen intensiveren Dialog mit politischen Entscheidungsträgern. Für das laufende Jahr rechnet Rauch mit weiterem Aufschwung, besonders aufgrund von Aufträgen durch die Bundeswehr.
Während die Segmente Aviation und Metering mit steigenden Umsätzen aufwarten, sieht sich Diehl bei den Teilkonzernen Metall und Controls mit Herausforderungen konfrontiert. Hier wirken sich die anhaltende Schwäche der Automobilindustrie und die geringere Nachfrage nach Wärmepumpen negativ aus.
Interessant ist zudem, dass die Diehl-Gruppe ihre Belegschaft weiter vergrößert hat: Ende 2024 beschäftigte das Unternehmen rund 18.680 Mitarbeiter, mit über 12.000 davon in Deutschland. Für 2025 erwartet der Konzern nicht nur einen Umsatz von mehr als fünf Milliarden Euro, sondern auch einen weiteren Anstieg des Gewinns.

