Rückkehr zur Entspannung: US-Staatsanleihen profitieren von Inflationsdaten
US-Staatsanleihen verzeichneten einen bemerkenswerten Aufwärtstrend, nachdem milde Inflationsdaten Hoffnungen auf weitere Zinssenkungen der Federal Reserve befeuerten. Dabei sanken die Renditen quer über die verschiedenen Laufzeiten hinweg um mindestens 10 Basispunkte – die fünf- und zehnjährigen Anleihen gaben sogar um bis zu 16 Basispunkte nach. Trotz eines Wertes von 4,65 % am späten Nachmittag blieb die Rendite der zehnjährigen Anleihen mit einem Rückgang von 14 Basispunkten auf ihrem tiefsten Stand seit August.
Diese Entwicklung trug dazu bei, die Markterwartungen umzukehren, die von einer erneuten Zinssenkung der Fed bis Juli ausgehen. Vorangegangene starke Beschäftigungszahlen vom Dezember hatten Zweifel gesät, ob die Zentralbank in diesem Jahr überhaupt zur Senkung der Zinssätze schreiten würde. John Williams, Präsident der New Yorker Fed, betonte, dass das Ziel der Preisstabilität von 2 % weiterhin Zeit benötige, auch wenn der Prozess der Desinflation im Gange sei.
Mit den jüngsten Entwicklungen stieg die Wahrscheinlichkeit für geldpolitische Lockerungen bis Jahresende um 10 Basispunkte auf etwa 35. Morgan Stanley riet, sich bereits frühzeitig auf eine Zinssenkung im März einzustellen. Auch Strategen sahen in möglichen inflationspolitischen Maßnahmen des designierten Präsidenten Donald Trump Risiken für den Markt.
Parallel dazu belebte der Anstieg auch den Anleihemarkt im Ausland, insbesondere die britischen Anleihen, die bereits auf milde heimische Inflationszahlen reagierten. Die Rendite der zehnjährigen britischen Anleihen verzeichnete mit einem Rückgang um 16 Basispunkte ihren größten Rückgang seit über einem Jahr.

