Rückkehr der E-Auto-Prämie: Neuer Schwung für die Elektromobilität?
Mit einer gestaffelten Subvention, die je nach Haushaltseinkommen und Familienstand zwischen 1.500 und 6.000 Euro beträgt, will der Staat den Kauf oder das Leasing von Elektrofahrzeugen fördern. Die Höhe der Zuschüsse richtet sich nach den Einkommensverhältnissen und der Anzahl der im Haushalt lebenden Kinder. So erhalten einkommensschwächere Haushalte und Familien mit Kindern eine höhere Unterstützung. Die Förderung ist an strenge Bedingungen geknüpft: Fahrzeuge dürfen maximal 60 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen oder müssen mindestens 80 Kilometer rein elektrisch fahren können. Voraussichtlich ab Mai sollen Interessenten die Förderung für Neuzulassungen ab dem 1. Januar beantragen können. Insgesamt stehen stolze drei Milliarden Euro zur Verfügung, was für etwa 800.000 Fahrzeuge bis 2029 eingeplant ist.
Vergangenheit und Zukunft der Förderung stehen im Fokus: Während Ende 2023 die Kaufprämie kurzfristig eingestellt wurde, um Finanzlücken zu schließen, wächst jetzt das Interesse, die Elektromobilität wieder zu beleben. Dennoch bleibt Skepsis bestehen: Experten befürchten, dass Autobauer die Prämien bei der Preisgestaltung einpreisen könnten, und kritisieren den möglichen bürokratischen Aufwand rund um die Einkommensnachweise.
Die Wiedereinführung solcher Prämien könnte im europäischen Rahmen noch ausgedehnt werden, um die Produktion lokaler Unternehmen zu fördern. Kritiker meinen jedoch, dass günstigere Ladestrompreise und niedrigere Lohnnebenkosten erfolgversprechender wären, um den Absatz anzukurbeln, auch wenn Autobauer die Elektromodelle schon aus Gründen der CO2-Flottenziele vertreiben müssen.

