Rückgang bei Gepäckdiebstählen: Deutsche Bahnhöfe und Züge werden sicherer
Die Zahl der Gepäckdiebstähle auf deutschen Bahnhöfen und in Zügen hat erfreulicherweise abgenommen. Nach Angaben der Bundespolizei wurden von Januar bis Oktober 2023 insgesamt 16.891 Vorfälle gemeldet, was einen deutlichen Rückgang im Vergleich zu den 20.379 Fällen im selben Vorjahreszeitraum darstellt. Obwohl der Rückgang im Jahr 2023 im Vergleich zu 2022 nur gering ausfiel, so betraf er sowohl Vorfälle auf Bahnhöfen als auch in Zügen gleichermaßen. Besonders häufig wurden Diebstähle im Regionalverkehr (2.834 Fälle), in Hochgeschwindigkeitszügen (2.519 Fälle) sowie im Nahverkehr (2.129 Fälle) registriert. Die Erfassung dieser Delikte beruht auf der sogenannten Polizeilichen Eingangsstatistik, die Verbrechen aufzeichnet, sobald sie den Behörden bekannt werden.
Noch fehlen allerdings endgültige Zahlen für das Jahr 2025. Dank verstärkter Sicherheitsmaßnahmen der Deutschen Bahn, wie dem Einsatz von rund 6.000 Bundespolizisten und etwa 4.500 Sicherheitskräften, bleibt das Reisen auf den 5.700 Bahnhöfen der Republik vergleichsweise sicher. Eine Sprecherin der Bahn betonte, dass das Risiko, Opfer einer Straftat zu werden, angesichts von täglich etwa 20 Millionen Reisenden gering sei. Trotz eines leichten Rückgangs bei den Gepäckdiebstählen bleibt die Zahl der Körperverletzungen mit 13.393 gemeldeten Fällen in diesem Jahr auf dem Niveau von 2022. Auffällig ist, dass die meisten Vorfälle an Bahnhöfen geschahen, während 2.640 Delikte in Zügen verzeichnet wurden, vor allem im Regional- und Nahverkehr.
Um die Sicherheit weiter zu erhöhen, setzt die Deutsche Bahn zunehmend auf Videoüberwachung. Rund 11.000 Kameras sind an etwa 1.000 Bahnhöfen im Einsatz; ihre Zahl hat sich seit 2012 nahezu verdoppelt. Ebenso wurden in Regional- und S-Bahnzügen über 57.000 Kameras installiert, sodass mehr als 80 Prozent der Fahrzeuge im Nahverkehr mittlerweile mit dieser Technologie ausgestattet sind.

