Robbie Williams als CGI-Affe: 'Better Man' sorgt für Aufsehen
Biopics von Pop-Ikonen wie Queen und Elton John haben in den letzten Jahren bewiesen, dass das Publikum bereit ist, die emotionale Achterbahnfahrt des Aufstiegs, Falls und erneuten Aufstiegs von Musikstars zu erleben. Doch wird diese Bereitschaft auch für eine Geschichte bestehen, in der der Protagonist nicht wie erwartet ein Mensch ist? Der britische Regisseur Michael Gracey, bekannt für den Erfolg 'The Greatest Showman', hofft nun, dass Amerikaner den britischen Hit-Produzenten Robbie Williams endlich richtig wahrnehmen werden. Sein neues biografisches Musical 'Better Man', das beim Telluride Film Festival Premiere feierte, wagt einen bemerkenswerten Schritt: Williams wird im Film durch einen computeranimierten Affen dargestellt, während alle anderen Charaktere menschlich bleiben. Die von Gracey gefällte Entscheidung, einen Schimpansen als Williams' Alter Ego zu nutzen, beschreibt er als den entscheidenden Clou des Films, jedoch auch als Grund vieler Finanzierungsprobleme. Er plante, die Experten von Weta FX aus Neuseeland, die unter anderem für 'Avatar: The Way of Water' bekannt sind, zu engagieren, um einen fotorealistischen Affen zu gestalten. Der Schauspieler Jonno Davies trug während der gesamten Produktion ein Motion-Capture-Anzug, und die Augen des echten Robbie Williams wurden für das Gesicht des CGI-Schimpansen verwendet. Dieser kreative Ansatz verdoppelte nicht nur das Budget des Films, sondern stellte sich auch als zu riskant für die meisten Investoren heraus. Gracey erzählte von etlichen Treffen mit Finanzierern, die zunächst begeistert waren. Doch sobald er erwähnte, dass Williams im gesamten Film von einem Affen gespielt wird, endeten die Meetings abrupt. Es bleibt abzuwarten, ob diese mutige künstlerische Entscheidung den Film 'Better Man' zu einem Erfolg oder einem interessanten Experiment macht. Die Geschichte verspricht definitiv, einen unverwechselbaren Eindruck zu hinterlassen.

