Ripple-CEO Garlinghouse: „Clarity Act“-Fenster ist offen

Der CEO von Ripple, Brad Garlinghouse, zeigt sich weniger optimistisch bezüglich des mit Spannung erwarteten „Clarity Act“ als zuvor, betont jedoch weiterhin dessen Bedeutung für die Schaffung eines notwendigen regulatorischen Rahmens für die Kryptowährungsbranche in den USA.
In einem kürzlich veröffentlichten Beitrag auf X äußerte Garlinghouse, dass er sich vor 11 Jahren, als er bei Ripple anfing, nicht hätte vorstellen können, dass die Branche um regulatorische Klarheit kämpfen müsste.
Handlungsbedarf
Die beiden führenden US-Regulierungsbehörden, die SEC und die CFTC, veröffentlichten Mitte März eine gemeinsame wegweisende interpretative Richtlinie. Der Vorsitzende der SEC, Paul Atkins, erklärte dabei, dass „die meisten Krypto-Assets keine Wertpapiere sind“.
Branchenexperten sehen diese Richtlinie als ein Ereignis zur Risikominderung. Der Vorsitzende der CFTC betonte, dass das Ziel darin bestehe, ein Umfeld zu schaffen, in dem Kryptowährungen mit „klaren und rationalen Regeln“ gedeihen können.
In einem kürzlichen Interview auf der Semafor World Economy äußerte sich der CEO von Ripple zur Bedeutung dieser Entwicklung:
„I think what happened two weeks ago at the SEC and CFTC coming together as a joint statement was truly groundbreaking in a bunch of ways. And, from my point of view, it ended an era of lawfare against this industry, which turns out didn’t have the support of what the law actually said, so I think that was profound.“
Er fügte jedoch hinzu, dass ohne eine „kodifizierte gesetzliche Beständigkeit“, die die Rolle des „Clarity Act“ wäre, das Risiko einer erneuten strengen Regulierung durch eine zukünftige SEC weiterhin besteht.
Garlinghouse bleibt optimistisch, dass der „Clarity Act“ trotz der Zusammenarbeit der beiden US-Regulierungsbehörden von Bedeutung ist, jedoch nicht mehr so optimistisch wie zuvor.
11 Jahre bei Ripple
Garlinghouse feierte zudem sein 11-jähriges Jubiläum bei dem Unternehmen hinter XRP. Er trat im April 2015 bei Ripple ein und war fast zwei Jahre lang als Präsident und COO tätig, bevor er im Januar 2017 zum CEO ernannt wurde. In seinem Beitrag auf X hob er die Fortschritte hervor, die die Branche seitdem gemacht hat, insbesondere in ihren Bemühungen um regulatorische Klarheit.
Yesterday, I celebrated 11 years at Ripple. Back then, I couldn’t have predicted that we’d still be fighting for regulatory clarity.
The fight has been worth it. After a day in DC having great conversations with @SenatorHagerty, @berniemoreno, @SenatorTimScott, @JohnBoozman and… https://t.co/YGM7KKoMT0 pic.twitter.com/zAmBr6hIyX
— Brad Garlinghouse (@bgarlinghouse) April 14, 2026

