Rezession im Geschenkbudget: Deutsche sparen an Weihnachtsausgaben
Inmitten wirtschaftlicher Unruhe zeigt sich eine spürbare Zurückhaltung bei den Deutschen hinsichtlich ihrer Ausgaben für Weihnachtsgeschenke. Eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov verdeutlicht, dass in diesem Jahr durchschnittlich 263 Euro für Geschenke vorgesehen sind - ein Rückgang um 34 Euro gegenüber dem Vorjahr. Diese Befragung, durchgeführt vom Handelsverband Deutschland (HDE), erfasste Ende Oktober die Meinungen von über 2.000 Personen ab 18 Jahren.
Besonders auffällig ist, dass 21 Prozent der Deutschen planen, merklich weniger Geld auszugeben im Vergleich zu 2024, während 54 Prozent ihr Budget unverändert lassen wollen. Lediglich ein knappes Zehntel denkt darüber nach, die Ausgaben zu erhöhen. Ein alarmierender Wert zeigt sich darin, dass 6 Prozent keinerlei finanzielle Mittel für Geschenke einplanen. Bevorzugt werden dieses Jahr insbesondere Gutscheine, Spielwaren, Bücher sowie Produkte aus dem Kosmetik- und Körperpflegebereich.
Der HDE prognostiziert für die umsatzstärksten Monate November und Dezember Einnahmen von etwa 126 Milliarden Euro, was einem Umsatzplus von 1,5 Prozent entspricht. Bereinigt um Preissteigerungen, bewegt sich dieser Wert jedoch auf dem Niveau von 2024. "Das Weihnachtsgeschäft bleibt trotz auch in diesem Jahr herausfordernder ökonomischer Rahmenbedingungen stabil", erklärt HDE-Präsident Alexander von Preen. Die Händler zeigen jedoch zurückhaltenden Optimismus, da über 18 Prozent ihres Jahresumsatzes in den verbleibenden Wochen generiert werden müssen.
Im letzten Jahr überraschte das Weihnachtsgeschäft positiv und übertraf mit einer Steigerung von nahezu 4 Prozent die Erwartungen. Ob sich diese Entwicklung auch in diesem Jahr wiederholen lässt, bleibt ein spannendes Thema für den Handel.

