Revolution Wind: Gericht erlaubt Fortsetzung des Offshore-Windprojekts
Ein US-amerikanischer Bundesrichter hat entschieden, dass das fast fertiggestellte Offshore-Windprojekt Revolution Wind weitergeführt werden darf. Diese Entscheidung stellt einen Rückschlag für Präsident Donald Trump dar, der weiterhin daran arbeitet, die aufstrebende Windenergiebranche einzuschränken.
Seit dem 22. August ruhen die Arbeiten am Revolution Wind Projekt, das die Bundesstaaten Rhode Island und Connecticut mit sauberer Energie versorgen soll, aufgrund eines Baustopps der zuständigen Bundesbehörde. Diese hatte den Baustopp mit Hinweisen auf potenzielle nationale Sicherheitsbedenken begründet, ohne dabei jedoch Details zu nennen.
Der Entwickler Ørsted und sein Partner Skyborn Renewables hatten daraufhin gerichtlich die Wiederaufnahme der Bauarbeiten gefordert. In einer Anhörung betonte Richter Royce Lamberth die finanziellen Verluste in Höhe von 2,3 Millionen Dollar pro Tag, die durch die Verzögerungen entstehen.
Zudem wies er darauf hin, dass das Projekt ohne fristgerechte Fertigstellung in Gefahr sei, vollständig zu scheitern, da das spezialisierte Schiff für die Arbeiten sonst erst 2028 wieder verfügbar sei. Mehr als 1.000 Arbeitsplätze sind von dem Windpark, der zu 80% fertiggestellt ist, betroffen.
Das Gericht entschied zugunsten von Revolution Wind und stellte fest, dass die Kläger hohe Erfolgsaussichten haben und das Projekt im öffentlichen Interesse liegt. Das Innenministerium äußerte, dass die Arbeiten zwar wieder aufgenommen werden dürfen, jedoch weiterhin Untersuchungen zu möglichen Auswirkungen auf die nationale Sicherheit laufen.
Das Unternehmen Ørsted gab bekannt, die Bauarbeiten so schnell wie möglich wieder fortzusetzen und weiterhin konstruktiv mit der Regierung zusammenzuarbeiten. Die Aktien des Unternehmens stiegen prompt um 5%.
Vertreter des Staates Connecticut lobten die Entscheidung als einen bedeutenden Erfolg für die lokale Wirtschaft und den Kampf gegen hohe Energiekosten. Präsident Trump hatte mehrfach betont, die Offshore-Windindustrie zugunsten der Förderung fossiler Brennstoffe einschränken zu wollen.
Diese Strategie schließt auch die Blockierung weiterer Projekte ein, wie zuletzt an der Ostküste. Revolution Wind wird voraussichtlich mehr als 350.000 Haushalte mit Energie versorgen und damit 2,5% des Energiebedarfs der Region abdecken.

