Revolution in der Altersvorsorge: Private Equity erobert 401(k)-Pläne
Innovative Entwicklungen zeichnen sich im Bereich der 401(k)-Altersvorsorgepläne ab, da private Equity und andere alternative Anlageklassen vermehrt Eingang in diese Rentenmodelle finden. Diese Optionen, die traditionell nur großen Investoren vorbehalten waren, stehen nun zunehmend auch den durchschnittlichen Anlegern zur Verfügung. Mit einer Exekutivverordnung von Präsident Trump wird erwartet, dass die Anzahl der Arbeitgeber, die solche Anlageoptionen anbieten, weiter zunimmt.
Das Hauptargument der Branche liegt darin, dass Privatinvestoren nun Zugang zu einem Teil des Marktes erhalten, der für viele Milliardäre gesorgt hat, obwohl die Erträge aus dem Privatmarkt oftmals undurchsichtig und komplex sind. Besonders die sogenannte Internal Rate of Return (IRR) wird genutzt, um die Performance von Fonds zu bewerben, obwohl sie mit Vorsicht zu genießen ist. Kritiker, wie der erfahrene Branche-Insider Jeffrey Hooke, weisen darauf hin, dass die IRR leicht manipuliert werden kann und nicht direkt mit den Erträgen öffentlicher Investitionen vergleichbar ist.
Alternativ empfiehlt sich die Public Market Equivalent (PME)-Methode zur Bewertung, um die tatsächlichen Erträge offenzulegen. Jedoch bleibt diese Berechnungsweise für viele Kleinanleger unzugänglich, da sie häufig von Pensionsfonds selbst oder externen Beratern vorgenommen wird. Hinzu kommt die Valuation von Anlagen, die eine weitere Herausforderung für Investoren darstellen könnte.
Ebenfalls im Kommen ist das „Distribution to Paid-In Capital“ (DPI), das tatsächliche Kapitalrückflüsse angibt, jedoch oft erst retrospektiv Rückschlüsse über die Performance zulässt. Trotz dieser komplexen Bewertungsmethoden verbleibt die Endentscheidung über die Zusammensetzung von 401(k)-Plänen jedoch nicht allein beim Laien. Vielmehr sind Experten und Treuhänder verpflichtet, Anlagestrategien im besten Interesse der Teilnehmer zu entwickeln und dabei rechtliche Risiken zu minimieren.

