[Review] Gears of War 4 - Es war mir ein Fest

31. Oktober 2016, 10:24 Uhr · Quelle: klamm.de

Fünf Jahre (25 Jahre ingame) sind ins Land gezogen. Fünf (immer noch 25 Jahre ingame) lange Jahre in denen das Böse Zeit hatte sich zu regenerieren, sich zu stärken und neue, monströse Gestalten hervorzubringen. Leise und erbarmungslos schlich sich der Tod in die Dörfer, hinter die Mauern der Hoffnung, hinter den noch zerrissenen Vorhang des Friedens: Der „Schwarm“ ist zurück – Und mit ihm die Gears of War.

STORY

J.D. und Del desertierten der COG (Coaltion of Ordered Government), die unter der Leitung der Ministerin Jinn steht. Der Opener in Gears of War 4 hätte theatralischer kaum sein können. Mit einem Rückblick auf die vergangenen drei großen Kriege der Menschheit, gegen die immer wiederkehrende Bedrohung, führt uns Microsoft in das Spielgeschehen ein. Diese Rückblicke werden als Tutorial genutzt und somit kämpfen wir uns in kurzen Einsätzen durch vergangene Ereignisse. Eine hübsche Idee, denn so können wir noch einmal die Geschichte aufgreifen und auch Neueinsteiger in die GoW-Reihe haben eine gute Chance sich mit der Story genügend auseinanderzusetzen, um einen verständlichen Start in Teil vier zu erlangen.

Die Katastrophe lässt nicht lange auf sich warten. J.D. und Del werden natürlich von der COG gejagt; nicht unbedingt nur wegen ihrer Desertation, sondern weil sie beschuldigt werden, Männer der Regierung entführt zu haben und sich mit den „falschen“ zu verbünden scheinen. Wir stellen schnell fest, dass hinter dem Verschwinden der Männer von Jinn andere stecken als J.D. und seine Freunde.

Die erste Angriffswelle der Regierung zeigt deutlich, dass man ihnen nicht glaubt und somit leidet ein unschuldiges Dorf unter der blinden Herrschaft von Ministerin Jinn. Allerdings konnte dieser Angriff adäquat abgewehrt werden. Was dem folgte, war ein weitaus schlimmeres Szenario der Zerstörung: Monster überfielen in der Nacht das Dorf, Schreie verhallten in den Baumkronen der umliegenden Wälder und die Angst ließ das Blut in den Adern gefrieren. Übrig geblieben waren nur Del, J.D. und Kait, die mit ansehen musste, wie ihre Mutter verschleppt und ihr Dorf in eine Geisterstadt verwandelt wurde. Unfähig zu helfen, waren die Jungs eher damit beschäftigt sich zu befreien, um überhaupt Hilfestellung leisten zu können, doch es war zu spät. Es gab niemanden mehr, der beschützt werden musste.

Kait war fest entschlossen die Dorfbewohner und ihre Mutter zu retten. Doch sie brauchten Hilfe. Und die bekamen sie: So schloss sich uns ein guter, alter Bekannter an (ich werde keinen Namen nennen, um nicht zu spoilern) und kämpfte sich an unserer Seite bis in die Tiefen des verschleimten, monströsen und stinkenden „Schwarm“-Nests hinein, während auch Jinn und ihr Gefolge künstlicher Intelligenz versuchten, J.D. und den Rest der Draufgänger zur Strecke zu bringen. Es gibt also mehr als genug zu tun und an gegnerischen Einheiten mangelt es in Gears of War 4 nun wirklich nicht.

GAMEPLAY & GRAFIK

Die Story hat mich von Anfang an gepackt. Sie wurde hervorragend durch das Tutorial aufgegriffen und fand eine geschmeidige Überleitung in den vierten Teil der Gears of War Reihe. Für einen Third-Person-Shooter, der von Action und Feuergefechten lebt, konnte eine gute Verbindung zu den Protagonisten aufgebaut werden und ich habe zu keiner Zeit diese Verbindung zu den Charakteren verloren. Die flotten Sprüche und die kleinen Neckereien untereinander, brachten eine wundervolle und unterhaltsame Eigendynamik in das Spiel und ich wurde mehr als nur ein Mal zu einem Schmunzeln oder sogar zu einem Lachen animiert. Selbst Mitgefühl und Trauer wurden gekonnt eingefangen und auf mich als Spieler adaptiert.

Grafisch ist der Titel eine reine Augenweide. Technische Einstellungen hochgeschraubt und ich konnte mich nicht bremsen, von nahezu jedem neuen Setting, das ich betrat, ein Screenshot zu machen oder einfach nur stehenzubleiben und meinen Blick über die Landschaft oder die Ruinen streifen zu lassen. Es war grandios. Das Handling des Charakters war reibungslos, intuitiv und angenehm. Zumindest, was das Gamepad angeht. Mit Tastatur und Maus empfand ich es als weniger angenehm und ich habe mich (trotz der Tatsache, dass es sich um einen Shooter handelt, den man ja bekanntlich immer besser mit Maus und Tastatur kontrollieren kann) für den Controller entschieden – lief ausgezeichnet; selbst für mich als ewiger Ego-Shooter-Noob. Selbstverständlich konnte man auch den Schwierigkeitsgrad noch anpassen und es steht jedem frei, sich eher auf die Story zu konzentrieren oder ein erbarmungsloses, bleihaltiges und monströses Blutbad anzurichten. Zweitere Option sorgt da nochmal für ein paar wenige Spielstunden mehr, die dem Game nicht schaden, da die Kampagne recht kurz angesetzt wurde.

WAFFEN & AUSRÜSTUNG

Sobald wir das Tutorial hinter uns gelassen haben, kommen wir recht bald in den Genuss, uns einer prallgefüllten Waffenwand zu gegenüberzustellen und uns zu nehmen, wonach es uns beliebt. Neben den üblichen Verdächtigen wie Brand- oder Splittergranaten, konnten wir unseren Vorlieben frönen: Entweder mit einer Distanz-Waffe oder auch mit der guten alten Retro Lancer. An der Ausrüstung lässt sich wortwörtlich nicht viel rütteln. Allerdings bricht mir dabei kein Zacken aus der Krone, denn als ich die Gears-Rüstung anlege macht sich ein gutes, nostalgisches Gefühl in mir breit, dass mich vollkommen zufrieden in den bevorstehenden Krieg ziehen lässt.

SOUND

Was soll ich dazu noch sagen? Ich hatte den Soundtrack bereits rauf und runter gedudelt, da hatte ich das Game noch nicht ein Mal gestartet. Passend in jeder Sekunde und zu jeder Situation. Theatralisch emotional, wenn es schmerzt und mit wehenden Fahnen (rein metaphorisch gesprochen), wenn man den besten Run hat. Ein reiner… Ohrenschmaus.

FAZIT

Gears of War 4 ist ein rundum unterhaltsamer Titel, mit einer ineinandergreifenden Story. Nicht nur spielerisch, auch optisch macht der Titel einfach nur Spaß – ich konnte den Controller nicht aus der Hand legen. Die Singleplayer Kampagne glänzt zwar nicht gerade mit der längsten Spielzeit in der Geschichte der Computerspiele, dafür macht sie einen ordentlichen Eindruck. Das Ende empfand ich zwar als ein wenig abrupt, aber es fügte sich der Geschichte und passte ins Gesamtbild. Somit ist es der einzige Punkt, den ich auch nur annähernd zu „bemängeln“ hätte. Wem die Kampagne zu kurz ist, der kann sich allerdings bedenkenlos in ein dauerhaftes Multiplayer-Vergnügen stürzen. Mir bleibt an dieser Stelle nur noch eines zu sagen: TOP!

Gears of War 4 / Microsoft / Gears of War
31.10.2016 · 10:24 Uhr
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