Rentenmärkte: Bundesanleihen unter Druck – Ruhiger Handel erwartet
Die Kurse deutscher Bundesanleihen zeigten am Freitag eine leichte Schwäche, nachdem der richtungweisende Euro-Bund-Future um 0,11 Prozent auf 128,72 Punkte sank. Zeitgleich stieg die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe auf 2,71 Prozent, was auf eine Verunsicherung der Anleger hindeutet. Während wichtige Konjunkturdaten in Deutschland und den USA ausblieben, gaben Experten der Dekabank an, dass das Ende des US-Government Shutdowns die Märkte beleben könnte.
Händler rüsten sich bereits für stärkere Datenimpulse und unvorhersehbare Entwicklungen. Zum Wochenausklang wird jedoch ein weiterhin ruhiger Rentenhandel erwartet, sofern keine politischen Ereignisse aus den USA den Markt überraschen.
In der Eurozone stiegen die Renditen in nahezu allen Ländern, mit einem deutlichen Anstieg in Großbritannien. Dortige Regierungspläne zur Erhöhung der Einkommenssteuer sorgten für Bedenken hinsichtlich der Stabilität der britischen Staatsfinanzen, berichten Händler. Diese Entwicklungen unterstreichen die Nervosität der Märkte angesichts bevorstehender fiskalpolitischer Herausforderungen.

