Renditeanstieg bei Bundesanleihen trotz positiver Aktienmarktstimmung
Am Freitag gerieten die deutschen Bundesanleihen nach einem ruhigen Feiertag unter Druck. Der Euro-Bund-Future, ein wichtiger Indikator für diese Wertpapiere, sank um 0,24 Prozent auf einen Stand von 131,58 Punkten.
Dieser Rückgang geht einher mit einem Anstieg der Rendite für zehnjährige Bundesanleihen auf 2,48 Prozent, was das Interesse an diesen sicheren Anlagen eher dämpfte. Die positive Dynamik an den Aktienmärkten reduzierte die Anziehungskraft der Bundesanleihen zusätzlich.
Nach den Turbulenzen durch die von den USA ausgelösten Zölle erlebten Aktien eine Erholungsrally. Anzeichen von Chinas Bereitschaft zu Verhandlungen sorgen für Optimismus, wobei dies auch vom Entgegenkommen der USA abhängt, wie ein berichtsnahes chinesisches Online-Medium andeutete.
Zum Ende der Woche richtet sich der Blick der Anleger auf zahlreiche wirtschaftliche Indikatoren. Besonders im Fokus steht die vorläufige Schätzung der Inflationsrate im Euroraum.
Laut den Experten der Landesbank Hessen-Thüringen deuten Daten der führenden Euroländer auf eine leicht rückläufige Inflation im April hin. Ein abnehmender Inflationstrend könnte der Europäischen Zentralbank Spielraum für weitere geldpolitische Maßnahmen verschaffen.
Am Nachmittag wird es spannend, wenn die USA ihren monatlichen Arbeitsmarktbericht veröffentlichen. Die Analysten der Dekabank erwarten aufgrund der Unsicherheiten durch den Handelsstreit lediglich ein geringes Beschäftigungswachstum.

