Rendite deutscher Anleihen sinkt: Investoren blicken gespannt auf Handelsverhandlungen und EZB-Meeting
Die Anleihemärkte in Deutschland verzeichneten am Montag einen Aufschwung, da Investoren auf Sicherheit setzen. Der Euro-Bund-Future, als wichtiger Indikator, stieg um 0,40 Prozent und erreichte 130,06 Punkte. Parallel dazu sank die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen auf 2,66 Prozent.
Im Mittelpunkt des Marktgeschehens steht derzeit die Außenhandelspolitik von US-Präsident Donald Trump. Ökonomen hegen Befürchtungen, dass die Handelsgespräche zwischen den USA und der Europäischen Union ins Stocken geraten könnten. Trump's Forderung nach einem Mindestzoll auf EU-Exporte und die fortdauernde Erhebung von Sektorzöllen auf europäische Autos, Stahl und Aluminium könnten die EU zu Gegenmaßnahmen bewegen, so Analysen der Dekabank.
Trotz der Bedenken äußerte sich US-Handelsminister Howard Lutnick optimistisch über ein mögliches Handelsabkommen mit der EU. Eine entscheidende Rolle spielt dabei die Frist zum 1. August, ab der neue Zölle wirksam werden könnten.
Die bevorstehende Sitzung des Rates der Europäischen Zentralbank sorgt ebenfalls für Spannung unter den Anleihebesitzern. Nach mehreren Zinssenkungen erwarten Analysten dieses Mal keine weiteren Anpassungen. Dennoch bleibt die Möglichkeit bestehen, dass ein verschärfter Zollkonflikt das Wirtschaftswachstum der Eurozone hemmen könnte, was die Grundlage für zukünftige Zinssenkungen legen würde.

