Rekordwärme und Trockenheit: Klimawandel zeigt Spuren in Europa
Der März dieses Jahres wurde vom EU-Klimawandeldienst Copernicus als der wärmste verzeichnete März in Europa seit Beginn der Aufzeichnungen klassifiziert. Die kontinentale Durchschnittstemperatur betrug 6,03 Grad Celsius, was einer Erhöhung von 2,41 Grad gegenüber dem Durchschnitt der Vergleichsperiode von 1991 bis 2020 entspricht.
Auf globaler Ebene rangiert dieser März als der zweitwärmste in der Geschichte der Messungen. Besorgniserregend ist, dass der vergangene Monat der 20. der letzten 21 Monate war, in dem die globale Durchschnittstemperatur die Schwelle von 1,5 Grad über dem vorindustriellen Niveau überschritt. Dies stellt eine Herausforderung für das international anerkannte Ziel dar, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, welches bereits 2024 überschritten wurde.
Copernicus hob zudem die geringste je im März verzeichnete Ausdehnung des arktischen Meereises hervor. Trockene Bedingungen prägten insbesondere Zentraleuropa, darunter auch Deutschland, wo der Deutsche Wetterdienst (DWD) berichtete, der März sei einer der trockensten seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1881. In verschiedenen Regionen des Nordens lag die Bodenfeuchte bis zu 20 Prozent unter den langjährigen Minimalwerten.
Von der Trockenheit alarmiert zeigte sich Bundesumweltministerin Steffi Lemke, die die Auswirkungen auf die Land- und Forstwirtschaft sowie die steigende Waldbrandgefahr betonte. Auch der niedrige Wasserstand des Rheins stellt eine wirtschaftliche Belastung dar. DWD-Meteorologe Andreas Brömser warnte, dass die zunehmende Frühjahrstrockenheit infolge des Klimawandels ein wachsendes Problem darstellt.

