Rekordverdächtige Teilnehmerzahlen bei der COP30 in Brasilien erwartet – USA bleiben überraschend fern
Die Welt blickt gespannt auf die bevorstehende Weltklimakonferenz COP30, die im Herzen Brasiliens, in der Millionenmetropole Belém, stattfinden wird. Mit über 56.000 angemeldeten Delegierten aus 193 Ländern sowie der Europäischen Union verspricht die Konferenz eines der größten Treffen der Vereinten Nationen zum Thema Klimaschutz zu werden. Der Analyse von "Carbon Brief" folgend, könnte der Teilnehmerrekord jedoch nicht ganz die anfangs prognostizierte Marke erzielen, da die endgültige Zahl der anwesenden Delegierten häufig um mehrere Tausend niedriger ausfällt.
Besonders auffällig ist das Fehlen der Delegation der USA, die erstmals seit drei Jahrzehnten auf eine Teilnahme an der Klimakonferenz verzichtet. Gemeinsam mit Afghanistan, Myanmar und San Marino sind sie damit in der Minderheit der nicht vertretenen Staaten. Angesichts ihrer bisherigen Rolle auf der Weltbühne hinterlässt die Abwesenheit der USA eine markante Lücke im internationalen Dialog.
Brasilien nimmt als Gastgeber mit einer beeindruckenden Mannschaft von 3.805 Delegierten die führende Rolle ein. Knapp dahinter reihen sich große Volkswirtschaften und aufstrebende Nationen wie China, Nigeria, Indonesien und die Demokratische Republik Kongo ein. Diese Länder stehen stellvertretend für einen dynamischen Austausch, der die globalen Bemühungen zur Eindämmung des Klimawandels vorantreiben soll.
In der Vergangenheit lag Dubai mit über 80.000 Teilnehmern klar an der Spitze der UN-Klimagipfel, was die Erwartungen an künftige Konferenzen hoch steckt. Ob die COP30 in Brasilien diesem Vorbild folgt oder die vierte größten Klimakonferenz wird, bleibt abzuwarten.

