Qiagens Überraschender Aufwind: Neue Umsatz- und Gewinnprognosen vorgestellt
Der Diagnostikspezialist Qiagen hat nach einem starken Jahresauftakt seinen Anlegern frischen Optimismus vermittelt. Nachdem der Konzern bereits im April die Gewinnprognosen angehoben hatte, deutet Finanzvorstand Roland Sackers nun auch auf eine baldige Anpassung der Umsatzziele hin.
Während einer Videokonferenz versicherte Sackers, dass die mittelfristigen Ziele bis 2028 überarbeitet werden, jedoch unter Berücksichtigung aktueller wirtschaftlicher Entwicklungen und Zollthematiken. Der Fokus auf Verbraucherprodukte bringt Qiagen im gegenwärtigen, geopolitisch empfindlichen Marktumfeld Vorteile.
Insbesondere in den USA zeigt sich, dass lokale Fertigung die Auswirkungen von Handelszöllen mildert. Derweil hält die Nachfrage nach diagnostischen Geräten konstant an, auch wenn Neuanschaffungen auf sich warten lassen.
Qiagen plant für das zweite Quartal mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum von fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr, und das bereinigte Ergebnis je Aktie soll auf 0,60 Dollar steigen. Die Nachricht über die erste Dividendenzahlung und einen geplanten synthetischen Aktienrückkauf von bis zu 500 Millionen Dollar weckte positive Resonanz an der Börse, was sich in einem Plus von 1,5 Prozent im Aktienkurs widerspiegelte.
Trotz der Herausforderungen zeigt Qiagens starke Marge im ersten Quartal eine deutliche Verbesserung, mit einem operativen Anstieg auf 29,8 Prozent. Für das laufende Jahr plant Qiagen eine Profitabilität, die weit über den Erwartungen liegt.
Der Gewinn je Aktie soll auf 2,35 Dollar steigen, während der Umsatz um vier Prozent zunehmen soll. Eine überarbeitete Umstrukturierung könnte das für 2028 gesetzte Margenziel von mindestens 31 Prozent wesentlich schneller erreichbar machen.
Die Hauptversammlung am 26. Juni soll über die Dividende und den Aktienrückkauf entscheiden, wobei die erste Ausschüttung von 25 US-Cent je Stammaktie Qiagen rund 54 Millionen US-Dollar kosten würde.

