Protestaktion am nordfriesischen Fähranleger: Staatsanwaltschaft klärt die Situation um Vizekanzler Habeck
Knapp zwei Wochen nach der Protestaktion am nordfriesischen Fähranleger Schlüttsiel herrscht immer noch Unklarheit darüber, ob die Demonstranten die Fähre mit Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) erstürmen wollten. Laut der Staatsanwaltschaft sind die Ermittlungen zu diesem Vorfall immer noch im Gange, und es ist noch nicht abschließend geklärt, ob die Demonstranten versuchten, die Fähre zu stürmen oder ob sie durch die Menge in Richtung Schiff gedrängt wurden, berichtete der Flensburger Oberstaatsanwalt Bernd Winterfeldt am Dienstag.
Die Wyker Dampfschiffs-Reederei besteht jedoch weiterhin darauf, dass Teilnehmer der Protestaktion am 4. Januar unerlaubt auf die Fähre mit dem Wirtschaftsminister gelangen wollten. "Wir gehen weiterhin davon aus, dass eine größere Menge von Personen kurz davor stand, widerrechtlich unsere Fähre zu betreten, zu welchem Zweck und mit welchen Absichten auch immer", erklärte Geschäftsführer Axel Meynköhn gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa).
Es bleibt daher weiterhin offen, ob die Demonstranten tatsächlich eine Gefahr für Vizekanzler Habeck darstellten oder ob die Situation möglicherweise anders zu bewerten ist. Die Ermittlungen werden fortgesetzt, um Klarheit über die Absichten und das Verhalten der Protestierenden zu erlangen. Die Staatsanwaltschaft und die beteiligten Behörden tun ihr Bestes, um Licht ins Dunkel zu bringen. (eulerpool-AFX)

