Prof. Pförringer: Nicht ständig aufs Display schauen
„Wir können unseren Autos zuhören“: Ohne Handy fahren wir deutlich besser
München, 15.01.2026 (lifePR) - Dass der Blick aufs Smartphone während der Fahrt gefährlich und verboten ist, weiß jeder. Doch auch im Stehen lenkt der Blick aufs Display nicht nur ab, sondern kann auch noch Momente später Folgen haben, sagt der Münchner Unfallchirurg Prof. Dominik Pförringer. „Wir alle leben in einer Welt der Poly-Ablenkung. Wir merken es an jeder Ampel, jeder starrt in Displays, die wenigsten konzentrieren sich auf das Hier und Jetzt. Beim Umschalten auf Grün passiert oft sehr wenig, und wenn sich was tut, dann sehr spät“, schreibt Pförringer in einem Gastbeitrag für die Zeitschrift auto motor und sport. „Doch gerade im Straßenverkehr ist Aufmerksamkeit lebenswichtig und der entscheidende Faktor“, so der Mediziner, der zugleich Motorsportfan ist. „Im Motorsport ist diese lebensrettend, und die Fähigkeit, sich zu konzentrieren, zu fokussieren, entscheidet zum einen über die unfallfreie Fahrt und zum anderen über Sieg oder Niederlage.“
Dabei bezieht sich der Mediziner auf die Rennfahrerin Sophia Flörsch, die in der Formel 3 und auch schon beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans gestartet ist. Sie sagte dem Mediziner: „Es geht um Wahrnehmung, Risikoabschätzung und Entscheidung – alles in Millisekunden. Im Cockpit nimmst du unzählige Eindrücke gleichzeitig auf: Sehen, Hören, Fühlen, Riechen.“ Ablenkung stört genau das. Prof. Pförringer: „Wir können unseren Autos zuhören, wir können uns konzentrieren und dadurch die Straße ein Stückchen sicherer machen, ein Stückchen zügiger vorankommen und die sprichwörtliche Freude am Fahren voll ausschöpfen. Am besten gelingt das, wenn nicht immer ein Display uns ablenkt“, schreibt der Mediziner. „Stay awake, act smart – bleiben wir mit unseren Gedanken auf der Straße. Ohne Handy fahren wir alle deutlich besser Auto.“

