Presse: ACS wirbt bei HOCHTIEF-Beschäftigten für Übernahme
Essen (aktiencheck.de AG) - Aktuellen Presseberichten zufolge hat der spanische Baukonzern ACS Actividades de Construccion y Servicios S.A. (ISIN ES0167050915/ WKN A0CBA2) in einem Brief an den Betriebsrat der HOCHTIEF AG (ISIN DE0006070006/ WKN 607000) um Unterstützung für die Übernahmepläne geworben. Dies berichten die Zeitungen der Essener WAZ-Mediengruppe am Mittwoch vorab aus ihren Donnerstagausgaben.
"Wir werden Hochtief nicht zerschlagen", heißt es in dem von ACS-Manager Angel Garcia Altozano unterzeichneten Schreiben, das den WAZ-Zeitungen vorliegt. Ziel sei es vielmehr, durch die Übernahme den "größten Infrastrukturkonzern der westlichen Welt" aufzubauen und "zusätzliche Wachstumsmöglichkeiten" zu schaffen, erklärte demnach Altozano.
Ein mit dem Brief verbundenes Angebot zum Gespräch lehnte HOCHTIEF-Betriebsratschef Siegfried Müller dem Bericht zufolge allerdings ab. "Die Positionen beider Seiten sind klar. Ein Gespräch würde zum jetzigen Zeitpunkt nicht zum Ziel führen", sagte Müller den WAZ-Zeitungen. Müller kritisierte unter anderem, dass ACS wichtige konkrete Zusagen - beispielsweise zur Arbeitsplatzsicherung - beharrlich verweigere.
Wie es in dem Bericht weiter heißt, schreibt ACS-Manager Altozano in dem Brief, es sei zwar richtig, dass die niedrige Börsenbewertung von HOCHTIEF für Spekulanten den Gedanken nahelege, die Unternehmensteile zu verkaufen, weil diese mehr einbringen als der Konzern als Ganzes. "Doch wir sind Unternehmer, keine Spekulanten", wird Altozano zitiert. ACS sei seit vier Jahren Ankeraktionär von HOCHTIEF. Während dieser Zeit hätten Finanzinvestoren "mehr als einmal" überlegt, in das Unternehmen einzusteigen, um es zu zerschlagen. "Die Tatsache, dass HOCHTIEF in uns einen langfristigen strategischen Partner hat, hat dies verhindert", so Altozano laut dem Bericht.
Die HOCHTIEF-Aktie schloss heute in Frankfurt bei 60,52 Euro (-1,40 Prozent). (03.11.2010/ac/n/d)

