Powells Rede in Jackson Hole: US-Börsen beflügelt und Leitzinssenkung in Aussicht
Die Rede von US-Notenbankchef Jerome Powell während der renommierten Konferenz in Jackson Hole hat den US-Börsenflair eindrucksvoll gesteigert. Experten und Investoren interpretieren seine Aussagen als Hinweis auf eine mögliche Leitzinssenkung im kommenden Monat. In diesem Lichte verzeichnete der Dow Jones Industrial ein beeindruckendes Rekordhoch, unterstützt von neuen Impulsen auf dem Parkett.
Kurz vor Handelsschluss legte der Leitindex der Wall Street um überzeugende 2,0 Prozent auf 45.700 Zähler zu. Der S&P 500 gewann 1,6 Prozent und näherte sich damit seinem letzten Rekordstand gefährlich an. Auch der Tech-lastige Nasdaq 100 erholte sich um 1,7 Prozent auf 23.535 Punkte, wobei sein Rekordhoch vom August nahezu in greifbarer Nähe liegt.
Powells Äußerungen, insbesondere zur Stabilität der Arbeitslosenquote und anderer Arbeitsmarktindikatoren, wiesen überraschend stark auf eine mögliche geldpolitische Lockerung hin. Diese Anpassung könnte nötig werden, um auf veränderte Risiken zu reagieren, während die aktuelle restriktive Geldpolitik als Wachstumsbremse fungiert.
Die Finanzmärkte preisen mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Leitzinssenkung bei der nächsten Fed-Sitzung sowie eine weitere im Jahresverlauf ein. Erwartet werden moderate Schritte von jeweils 0,25 Prozentpunkten. Diese Erwartungen waren unlängst durch aktuelle Konjunkturdaten etwas gedämpfter ausgefallen.
Auf Individualebene fielen im Dow die Papiere von Boeing mit einem Plus von 2,9 Prozent auf. Dies folgte auf Spekulationen über potenzielle Lieferabkommen mit China im Kontext von handelspolitischen Annäherungsversuchen. Zoom überzeugte mit einem erfreulichen Quartalsbericht und kletterte um ganze 11 Prozent, dank eines optimistischen Umsatzausblicks.
Im Gegensatz dazu standen Intuit mit einem Rückgang von 4,3 Prozent und Workday, die um 3,5 Prozent abnahmen. Trotz positiver Quartalsergebnisse und angehobener Margenvorgaben bleiben Bedenken hinsichtlich der Konkurrenz durch KI-Tools bestehen. Workday hat zudem den Erwerb des KI-Spezialisten Paradox angekündigt, um diesem Trend entgegenzuwirken.

