Porsche SE: Schwierigkeiten bei Kernbeteiligungen drücken das Konzernergebnis
Die Porsche Automobil Holding SE, die als zentrale Eigentümerholding von Volkswagen auftritt, sieht sich aktuell deutlichen Herausforderungen gegenüber. Jüngste Berichte weisen darauf hin, dass das Konzernergebnis nach Steuern in den ersten neun Monaten dieses Jahres um 50 Prozent auf 1,24 Milliarden Euro zurückgegangen ist.
Diese Entwicklung ist maßgeblich auf die Schwierigkeiten bei den Kernbeteiligungen der Holding zurückzuführen. Die strategische Wende des renommierten Autobauers hin zur Elektromobilität erweist sich als kostspieliges Unterfangen. Hinzu kommen Verzögerungen bei neuen Modellgenerationen sowie Schwächen im wichtigen chinesischen Markt. All dies belastet die Bilanz der Porsche SE erheblich.
Die Holding fungiert als zentrales Investitionsvehikel für die Familien Porsche und Piech und bündelt ihre Anteile nicht nur an Volkswagen, sondern auch an der Porsche AG. Trotz Anpassungen und dem Ausschluss von Sondereffekten zeigt das bereinigte Ergebnis der ersten drei Quartale ebenfalls einen Rückgang auf 1,59 Milliarden Euro, nachdem im Vorjahreszeitraum noch 2,48 Milliarden Euro erzielt wurden.
Immerhin bestätigt der Vorstand unter Hans Dieter Pötsch die bereits gesenkte Jahresprognose und erwartet ein bereinigtes Konzernergebnis von 0,9 bis 2,9 Milliarden Euro. Positiv hervorzuheben ist die Entwicklung der Nettoverschuldung, die Ende September bei 5,02 Milliarden Euro lag und somit leicht unter dem Stand vom Jahreswechsel. Prognosen zufolge soll diese bis zum Jahresende zwischen 4,9 und 5,4 Milliarden Euro liegen.

