Politisches Tauziehen zwischen Washington und Kiew um Waffenlieferungen
Nach einem unerwarteten diplomatischen Eklat im Weißen Haus hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eine versöhnliche Geste gegenüber US-Präsident Donald Trump unternommen. Selenskyj drückte seine Reue über den Streit aus und signalisierte seinen Wunsch, unter Trumps Führung aktiv an einer Beendigung des Krieges mitzuwirken. Zudem zeigte er sich offen, jederzeit das Rohstoffabkommen zu unterzeichnen. Diese Äußerungen kommen, nachdem die USA angekündigt hatten, ihre Militärhilfe für die Ukraine vorerst einzustellen.
Während Selenskyj weiterhin auf Sicherheitsgarantien pocht, hat er die jüngsten Vorschläge des französischen Präsidenten Emmanuel Macron für einen partiellen Waffenstillstand aufgegriffen. Diese pragmatische Haltung könnte den Weg für neue diplomatische Ansätze ebnen, um den Konflikt in der Region zu entschärfen.
Im Kontext der Krise forderte das Weiße Haus eine Entschuldigung von Selenskyj, nachdem ein Treffen mit Trump und Vizepräsident J.D. Vance vorzeitig abgebrochen wurde. Dem ukrainischen Präsidenten wurde Undankbarkeit vorgeworfen. Gleichzeitig solidarisieren sich europäische Staatsoberhäupter mit Selenskyj, während dieser weiterhin eine Entschuldigung verweigert. Der Lieferstopp von Waffen im Wert von über einer Milliarde US-Dollar erhöht den Druck auf die Ukraine, da diese Lieferungen als entscheidend für die Verteidigung gegen die russische Invasion gelten.
Trump bekräftigte seine Kritik an Selenskyj, indem er dessen Friedensbereitschaft infrage stellte – ein Vorwurf, der bei russischen Stellen begrüßt wurde und im Kreml als potenzieller Schritt zum Frieden wahrgenommen wird. Angesichts der drohenden militärischen Rückschläge bleibt die Ukraine jedoch auf internationale Unterstützung angewiesen.

