Politische Zeitenwende in Honduras: Asfura als Präsident vereidigt
Der von den USA unterstützte Nasry "Tito" Asfura hat offiziell das Präsidentenamt in Honduras übernommen. In seiner Antrittsrede versprach Asfura, das Land auf den Pfad des Wohlstands zu führen: "Honduras, ich werde dich nicht enttäuschen, es wird uns gut gehen." Maßgebliche Unterstützung erhielt Asfura während des Wahlkampfs von US-Präsident Donald Trump, der den Sieg Asfuras als Bedingung für eine verstärkte amerikanische Unterstützung deklarierte.
Die Ernennung markiert einen neuen Abschnitt in den Beziehungen zwischen Honduras und den USA. Die US-Botschaft in Honduras äußerte sich optimistisch und hob die Möglichkeiten hervor, die sich in den Bereichen Sicherheit, Wirtschaft und bilaterale Beziehungen ergeben könnten. Die Botschafterin betonte auf X, dass heute ein neues Kapitel in der Partnerschaft zwischen den beiden Ländern beginnt.
Asfura gewann die Präsidentschaftswahl mit einem denkbar knappen Vorsprung von 40,27 Prozent der Stimmen vor dem Liberalen Salvador Nasralla. Die Auszählung war aufgrund von Unregelmäßigkeiten erheblich verzögert worden, und es gab Anschuldigungen des Wahlbetrugs aus verschiedenen politischen Lagern. Das Land sieht sich nach wie vor mit ernsten Herausforderungen wie Armut, Drogengewalt und Korruption konfrontiert.
Der Bauunternehmer Asfura hat ambitionierte Pläne. Er strebt bedeutende Infrastrukturvorhaben an und will die US-amerikanische Zusammenarbeit intensivieren. Zudem plant er eine Wende in der Außenpolitik: So sollen die diplomatischen Beziehungen zu China abgebrochen und die Unterstützung für Taiwan erneuert werden. Asfura löst die linke Präsidentin Xiomara Castro ab, die seit 2022 regierte und die erste Frau an der Spitze des Landes war.

