Polen meldet Luftraumverletzung: Der diplomatische Tanz um russische Drohnen
Polens Außenminister Radoslaw Sikorski sorgte mit einer unmissverständlichen Erklärung für Aufsehen: Mehr als ein Dutzend russischer Drohnen seien in den polnischen Luftraum eingedrungen, was er als beispiellosen Angriff interpretierte - nicht nur auf Polen, sondern auf die ganze NATO. In Warschau wurde der Geschäftsträger der russischen Botschaft einbestellt und mit einer Protestnote konfrontiert.
Die russische Seite wies die Vorwürfe jedoch umgehend zurück. Für Sikorski gibt es keinen Zweifel: Eine versehentliche Verletzung des Luftraums durch 19 Drohnen sei nahezu ausgeschlossen.
"Ein Schuldeingeständnis wäre ein Fortschritt", merkte er an, doch man bevorzuge, dass derartige Überflüge von vornherein unterblieben. Der polnische Außenminister lobte zudem die Funktionalität der polnischen Luftabwehr und Sicherheitssysteme in dieser Situation.
Diese Vorfälle verdeutlichen die angespannte Lage an der östlichen Flanke der NATO. Polen habe in der Nacht einen Vorgeschmack auf die Angriffe erlebt, die die Ukraine regelmäßig erdulden müsse, erklärte Sikorski.
Der polnische Minister machte keinen Hehl aus der Bedrohung durch einen aggressiven Nachbarn und die potenzielle Eskalation der Lage.

