Polen begrüßt deutsche Wiederaufrüstungspläne: Gemeinsam gegen russische Bedrohung
Die von Deutschland angestrebte Wiederaufrüstung der Bundeswehr wird in Polen nicht als Bedrohung, sondern als willkommenes Zeichen wahrgenommen. Außenminister Radoslaw Sikorski betonte die Notwendigkeit, Streitkräfte zu entwickeln, die nicht einschüchternd wirken, sondern vor allem den russischen Präsidenten Wladimir Putin abschrecken sollen. In seinen Worten liegt ein starkes Bekenntnis zur polnisch-deutschen Zusammenarbeit, um der Gefahr durch russische Raketen in Kaliningrad entgegenzutreten.
Sikorski machte deutlich, dass Polen als östlicher Vorposten der NATO seit geraumer Zeit seine militärischen Kapazitäten ausbaut, um der empfundenen Bedrohung durch Russland zu begegnen. Parallel dazu hat Bundeskanzler Friedrich Merz angekündigt, Deutschlands konventionelle militärische Stärke auf dem Kontinent auf das höchste Niveau anheben zu wollen.
In einem Interview mit mehreren Nachrichtenagenturen hob Sikorski hervor, dass er im Falle Deutschlands nicht die Existenz einer starken Armee fürchte, sondern vielmehr ein mögliches Zögern in sicherheitsrelevanten Fragen. Diese Besorgnis verstärkt die Dringlichkeit einer koordinierten Antwort auf die Stationierung russischer Iskander-Raketen in Kaliningrad, deren Reichweite sowohl polnisches als auch deutsches Territorium umfasst.

