Pilotprojekt verbindet Schule und Hochschule
Fachhochschule des Mittelstands (FHM) und Alemannenschule Wutöschingen (ASW) ziehen positives Fazit
Waldshut/Wutöschingen, 10.02.2026 (PresseBox) - Wie der Übergang von der Schule ins Studium praxisnah und nachhaltig gelingen kann, zeigt ein gemeinsames Pilotprojekt der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) am Campus Waldshut und der Alemannenschule Wutöschingen (ASW). Ziel der Kooperation ist es, leistungsstarken Schülerinnen und Schülern bereits während der Schulzeit einen realistischen Einblick in den Hochschulalltag zu ermöglichen und die erbrachten Leistungen auf die Abiturnote anzurechnen.
Im Rahmen des Pilotprojekts nahmen zwei Schülerinnen der ASW an einem regulären Modul des Bachelorstudiengangs Soziale Arbeit & Management teil. Konkret besuchten sie das Modul „Gesundheitswissenschaften“ gemeinsam mit Studierenden der FHM in den Räumlichkeiten des Campus Waldshut. Die Schülerinnen erhielten unter anderem Einblicke in zentrale Konzepte der Gesundheitsförderung und Prävention sowie in die Grundlagen der Public-Health-Forschung, einschließlich der Analyse gesundheitlicher Ungleichheiten und der Entwicklung zielgruppenspezifischer Interventionsstrategien. Neben der aktiven Teilnahme an den Lehrveranstaltungen absolvierten sie auch die reguläre Prüfungsleistungen.
Damit erlebten die Schülerinnen den vollständigen Ablauf eines Hochschulmoduls und erhielten einen authentischen Eindruck vom Studienalltag. Die erbrachten Leistungen können im Rahmen einer besonderen Lernleistung auf die Abiturnote angerechnet werden. So wird schulisches Lernen unmittelbar mit akademischen Anforderungen verknüpft.
Die Teilnehmerinnen berichteten, dass sie sich bewusst für die Teilnahme entschieden haben, um frühzeitig Erfahrungen im Hochschulalltag zu sammeln. Sophia Vögele betonte, dass besonders das Modul „Gesundheitswissenschaften“ ihr Interesse geweckt habe und ihre Erwartungen erfüllt wurden. Das Angebot bewertet sie als große Chance um bereits während der Schulzeit neue Lern- und Arbeitsformen kennenzulernen. Auch Jane Knapp hob hervor, dass die Teilnahme ihr einen realistischen Eindruck davon vermittelt habe, wie es später im Studium abläuft. Beide Schülerinnen lobten die offene, hilfsbereite und praxisnahe Atmosphäre der Lehrveranstaltungen sowie den abwechslungsreichen und gut verständlichen Unterricht.
Die Bedeutung der Kooperation betont Prof. Dr. Christopher Grieben, wissenschaftlicher Standortleiter der Fachhochschule des Mittelstands am Campus Waldshut, indem er hervorhebt, dass durch die Zusammenarbeit mit der Alemannenschule Wutöschingen Schülerinnen und Schüler frühzeitig an wissenschaftliches Arbeiten und praxisnahe Studieninhalte herangeführt werden können und die Hochschule zugleich einen wichtigen Beitrag zur Studienorientierung sowie zur Stärkung des Bildungsstandorts in der Region leistet. Auch Thomas Mühl, Schulleiter der Alemannenschule Wutöschingen, sieht in dem Pilotprojekt einen großen Mehrwert für seine Schülerinnen und Schüler. Solche Kooperationsformate seien eine bedeutende Bereicherung für die gymnasiale Oberstufe, da sie eine frühzeitige akademische Orientierung ermöglichen und den Übergang von Schule zur Hochschule nachhaltig unterstützten. Die erfolgreiche Umsetzung sei dem Engagement von Dieter Umlauf zu verdanken, der dieses Projekt initiiert und begleitet hat.
Sowohl die FHM Waldshut als auch die ASW Wutöschingen ziehen ein durchweg positives Fazit. Auf Basis der gewonnenen Erfahrungen soll die Zusammenarbeit weiter ausgebaut werden, um noch mehr jungen Menschen diese besondere Form der Studienorientierung zu ermöglichen.


