Pharma-Branchenindex in Europa erlebt deutlichen Aufschwung dank Pfizer-Deal
Europas Pharmaaktien verzeichneten am Mittwoch einen bemerkenswerten Anstieg, nachdem die US-Regierung eine wegweisende Einigung mit dem Pharmariesen Pfizer erzielen konnte. Diese Vereinbarung betrifft eine Senkung der Medikamentenpreise im Rahmen des staatlichen Gesundheitsprogramms Medicaid, was den Branchenindex Stoxx Europe 600 Health Care dazu verhalf, fast alle seine Verluste seit Anfang September auszugleichen.
US-Präsident Donald Trump kündigte an, dass dies erst der Anfang sei und bald weitere Abkommen mit anderen Pharmaunternehmen folgen könnten. Diese Aussicht verleiht der Branche zusätzlichen Rückenwind und stößt auf positive Resonanz bei Analysten. Auch Branchenkenner Richard Vosser von JPMorgan sieht das Abkommen mit Pfizer als positiv für den gesamten Sektor und prognostiziert, dass die Pharmakonzerne mit Trumps Plänen gut umgehen können.
Im deutschen Aktienindex DAX kletterten die Aktien von Merck KGaA um fast 5 Prozent und erreichten den höchsten Stand seit Juli. Auch Bayer-Aktien verzeichneten einen Anstieg, prallten jedoch an der technischen Marke von 29 Euro ab. Ebenfalls erfreuliche Nachrichten gab es von Sartorius im MDAX, deren Papiere um fast 9 Prozent auf das Juli-Niveau sprangen. In der Schweiz erfreuten sich auch Novartis und Roche einer gesteigerten Nachfrage.

