Pfizer zieht Adipositas-Tablette vom Markt: Rückschlag im Wettlauf um Gewichtsverlust-Medikamente
Pfizer steht im hart umkämpften Markt für Abnehm-Medikamente vor einer unerwarteten Herausforderung. Der Pharmakonzern hat bekannt gegeben, die Entwicklung einer vielversprechenden Adipositas-Tablette einzustellen. Das Mittel namens Danuglipron, welches von Investoren aufmerksam verfolgt wurde, wurde in klinischen Studien mit möglichen leberschädigenden Wirkungen bei einem Patienten in Verbindung gebracht. Diese Erkenntnis hat dazu geführt, dass das Unternehmen entschieden hat, das täglich einzunehmende Mittel nicht in die letzte Testphase zu überführen.
Stattdessen plant Pfizer, seine Investitionen auf die frühzeitige Behandlung von Fettleibigkeit zu richten. Dieser Rückschritt wirft Schatten auf Pfizer's Strategie, sich im Vergleich zu anderen Schlüsselakteuren wie Novo Nordisk und Eli Lilly im Abnehmsektor zu positionieren. Die Ausrichtung auf den Adipositas-Markt ist ein wesentlicher Bestandteil von Pfizer's Strategie für die Zeit nach der Pandemie, während der sich der Fokus vom Angebot von Covid-Impfstoffen verschieben musste. Prognosen zufolge soll der Markt für Abnehmpräparate bis Ende der 2020er Jahre auf etwa 130 Milliarden US-Dollar anwachsen.
Zuvor hatte Pfizer bereits ein anderes oral zu verabreichendes Adipositas-Medikament aufgrund negativer Lebernwirkungen in Studien zurückgezogen. Zusätzlich war die Entwicklung einer zweimal täglich einzunehmenden Version von Danuglipron gestoppt worden, nachdem Nebenwirkungen wie Übelkeit und Erbrechen zum Abbruch einer Studie mit rund 1.400 Teilnehmern führten. Die Pfizer-Aktie, die auf diese Nachrichten reagierte, verzeichnete im vorbörslichen US-Handel einen Rückgang um mehr als drei Prozent.

