Peter Schiff kritisiert für Lob des Silberrückgangs und gleichzeitige Bitcoin-Schelte

Der langjährige Bitcoin-Kritiker Peter Schiff sieht sich heftiger Kritik ausgesetzt, da er widersprüchliche Argumente bei den jüngsten Preisrückgängen von Silber und Bitcoin anwendet.
Ein Vergleich zweier Korrekturen
Die Debatte entfachte sich durch einen Beitrag von Schiff, in dem er den starken Rückgang von Silber von $$84 auf $$72 als verbesserte Kaufgelegenheit bezeichnete. Gleichzeitig kritisierte er die Bitcoin-Akkumulationsstrategie eines Business-Intelligence-Unternehmens, deren durchschnittlicher Kaufpreis von $$75.000 über fünf Jahre nur eine Rendite von 16% erbracht habe, was er als schlecht bezeichnete.
Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Kommentator Shanaka Anslem Perera forderte Schiff direkt heraus und wies darauf hin, dass beide Vermögenswerte durch dieselben Marktkräfte beeinflusst wurden: Margenerhöhungen, erzwungene Liquidationen und das Auslöschen von gehebelten Spekulanten.
"I need you to explain the intellectual framework where identical market mechanics prove silver is undervalued but prove Bitcoin is worthless," Perera wrote.
Perera führte eine lange Liste von Schiffs früheren Bitcoin-Prognosen an, die seiner Meinung nach falsch waren, und schlug vor, dass Schiffs Anti-Bitcoin-Haltung eine Marketingstrategie für sein Edelmetallgeschäft sei. Er bemerkte, dass sein Unternehmen BTC akzeptiert und er von der Diskussion profitiert.
Auch andere Experten hinterfragten Schiffs finanzielle Analyse, insbesondere in Bezug auf die Strategie des Unternehmens. Der On-Chain-Analyst Willy Woo bezeichnete sie als "scam maths", da sie den zeitlichen Rahmen der Investitionen nicht berücksichtige. Er argumentierte, dass der Großteil der $$75.000-Kostenbasis aus Käufen der letzten zwei Jahre stamme, nicht aus fünf.
Der breitere Konflikt zwischen Edelmetallen und Kryptowährungen
Dieser Konflikt ist der jüngste in einer jahrelangen Rivalität. Schiff hat Gold und Silber stets als überlegene, greifbare Wertspeicher positioniert, insbesondere in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit. So warnte er kürzlich, dass Bitcoin in einer Krise an Wert verlieren könnte, bevor der US-Dollar es tut.
Am 22. Dezember, als Gold über $$4.400 stieg, führte er eine Umfrage durch, ob das Metall zuerst $$5.000 erreichen oder Bitcoin auf $$50.000 abstürzen würde. Weniger als 20% der Teilnehmer entschieden sich für das Bitcoin-Absturzszenario.
Eine kürzlich durchgeführte Analyse stellte fest, dass Silber und Gold in 2025 spektakuläre Jahre mit Zuwächsen von 172% bzw. 75% hatten, während Bitcoin das Jahr mit einem moderaten Verlust beenden wird. Dieser Rückgang hat die Korrelation zwischen Bitcoin und den Metallen auf mehrjährige Tiefststände gedrückt.
Dennoch bleiben viele in der Krypto-Community optimistisch. Einige Analysten schlagen vor, dass, wenn sich historische Zyklen wiederholen, die führende Kryptowährung nach den Rallyes der Metalle erhebliche Gewinne verzeichnen könnte.
Die Gemeinschaft ist jedoch weiterhin in der Debatte über den fundamentalen Wert gespalten. Einige, wie Kommentator Daniel Tschinkel, zeigen Unterstützung für die dauerhafte Stabilität von Edelmetallen, während andere, wie Fred Krueger, an die langfristige Überlegenheit von Bitcoin glauben.
Schiffs jüngste Kommentare haben weniger eine Diskussion über Marktmechanismen ausgelöst, sondern vielmehr eine über konsistente Prinzipien, wodurch seine eigene Voreingenommenheit unter die Lupe genommen wird.

