Özdemir unter Druck: Aktivisten fordern Prioritätenwechsel in der Agrarpolitik
Während der Grünen Woche in Berlin, die als eine der bedeutendsten Messen für Ernährung und Landwirtschaft international bekannt ist, fordern Aktivisten ein Umdenken in der Agrarpolitik. Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir von den Grünen steht im Zentrum der Kritik, genauso wie seine internationalen Kollegen. Sie sollen die Interessen der Bauern künftig über die von Konzernen stellen.
In einer Proklamation, übergeben von einem breiten Bündnis aus verschiedenen Organisationen, wird betont, dass alle Menschen, die im ländlichen Raum tätig sind, in die politischen Prozesse zur Gestaltung der Ernährungssysteme einbezogen werden müssen. Bisherige politische Entscheidungen seien oft ohne ausreichende Berücksichtigung der betroffenen Bauern getroffen worden.
Parallel zur internationalen Agrarministerkonferenz finden in Berlin-Mitte groß angelegte Demonstrationen für eine sozialökologische Neuausrichtung der Agrarpolitik statt. Unter dem Motto „Wir haben es satt“ mobilisiert ein Zusammenschluss von rund 60 landwirtschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Initiativen rund 10.000 Demonstranten im Regierungsviertel.

