Ostsee-Zwischenfall: Schiff von Verdachtsliste gestrichen
Die lettischen Behörden haben ein zuvor verdächtigtes Schiff von jeder möglichen Beteiligung an der Beschädigung eines Unterseekabels in der Ostsee freigesprochen. Nach eingehender Untersuchung, die keine Beweise für eine Beteiligung des Schiffes ergab, wird die Suche nach dem Verursacher des Schadens fortgesetzt. Das besagte Kabel, gelegen vor der lettischen Stadt Liepaja, wurde am Wochenende beschädigt gemeldet. Die Ermittler hatten zunächst das Schiff in den Fokus genommen, das aktuell im Hafen von Liepaja liegt.
Am Sonntag wurden dessen Anker und technische Ausrüstung überprüft sowie die Logbücher durchgesehen. Auch die Crew des Schiffes kooperierte bereitwillig mit der Polizei, indem sie sämtliche relevanten Informationen zur Verfügung stellte. Trotz dieser umfassenden Untersuchungen lassen die bisherigen Ergebnisse keine Rückschlüsse auf eine mögliche Tatbeteiligung des Schiffes zu. Die Ermittlungen konzentrieren sich nun auf andere mögliche Ursachen und Verursacher.
Liepaja, die lebendige lettische Hafenstadt an der Ostseeküste, warnt damit erneut als Schauplatz störanfälliger Technologieinfrastruktur. Wie das Nationale Krisenzentrum des Nachbarlandes berichtet, verbindet das betreffende Kabel die litauische Stadt Sventoji mit Liepaja. Die Wiederinstandsetzung des Kabels wird, abhängig von den Wetterbedingungen, in den kommenden Wochen erwartet, so ein Bericht der Nachrichtenagentur Leta.
Die Ostsee bleibt indes ein Brennpunkt für ungeklärte technische Störungen. Sabotage steht als mögliche Ursache weiterhin im Raum, insbesondere da jüngst etwa ein Datenkabel zwischen Estland und Finnland beschädigt wurde.

