Ostdeutschland im Fokus der Rüstungsindustrie: Eine Chance für Wachstum
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius sieht bedeutende Möglichkeiten für die deutsche Rüstungsindustrie, neue Standortoptionen in Ostdeutschland zu erschließen. Er zeigt sich entschlossen, zusammen mit der Wirtschaftsministerin Lösungsvorschläge zu erarbeiten, um diese Entwicklung voranzutreiben. Er äußerte diesen Wunsch bei der Ost-Ministerpräsidentenkonferenz auf Schloss Ettersburg bei Weimar.
Pistorius beschwichtigte jedoch die Hoffnungen auf spezielle Vergaberegelungen zugunsten ostdeutscher Standorte. Nach seinen Worten sieht das Vergaberecht keine regionalen Quoten vor und deren Einführung würde den Prozess zeitlich erheblich verzögern.
Die Ministerpräsidenten der ostdeutschen Länder, insbesondere Michael Kretschmer und Mario Voigt, betonten indes die Wichtigkeit, die regionalen Kompetenzen in Optik, Luft- und Raumfahrt sowie Maschinenbau verstärkt in Rüstungsprojekte einzubinden. Voigt brachte die Forderung nach einem Ausgleich für die ostdeutschen Bürger, die durch Schuldenaufnahme ebenfalls zur Finanzierung der Militärausgaben beitragen, auf den Punkt.

