Oracle enttäuscht Anleger trotz Umsatzplus im Cloud-Geschäft
Der US-Technologieriese Oracle konnte im zweiten Geschäftsquartal sein Wachstum fortsetzen, getrieben vor allem durch ein starkes Abschneiden im Cloud-Segment. Mit einer Umsatzerhöhung von knapp neun Prozent auf rund 14,1 Milliarden US-Dollar erreichte das Unternehmen aus Austin ein solides Ergebnis. Obwohl das Cloud-Geschäft, insbesondere die Rechenleistungen (IaaS) im Netz, einen deutlichen Anstieg verzeichnete, fielen die Reaktionen an der Börse verhalten aus.
Trotz eines Umsatzsprungs um fast ein Viertel im Cloud-Segment auf 5,9 Milliarden Dollar erlebten die Oracle-Aktien nachbörslich einen deutlichen Rücksetzer. Analysten wie Brent Thill von Jefferies und Mark Murphy von JPMorgan äußerten ihre Bedenken, dass die Erwartungen der Anleger nicht vollständig erfüllt wurden. Thill merkte an, dass es für zukünftige Kurssteigerungen entscheidend wäre, wenn der Auftragsbestand und das Wachstum der Cloud-Erlöse wieder Fahrt aufnehmen würden.
Oracle CEO Safra Catz zeigte sich jedoch optimistisch und rechnet mit einem künftigen Wachstumsschub durch die steigende Nachfrage nach KI-Anwendungen. Für das aktuelle Geschäftsjahr prognostiziert sie einen Cloud-Umsatz von mehr als 25 Milliarden Dollar. Im dritten Quartal erwartet Oracle einen Umsatzanstieg von etwa acht Prozent, angetrieben durch ein Cloud-Wachstum von rund 24 Prozent.
Trotz eines beeindruckenden Kursanstiegs der Oracle-Aktie um mehr als 80 Prozent seit Jahresbeginn konnten die aktuellen Ergebnisse die hohen Erwartungen der Marktbeobachter nicht vollständig erfüllen. Das bereinigte Ergebnis pro Aktie lag leicht unter den Erwartungen, was Anleger veranlasste, im nachbörslichen Handel Vorsicht walten zu lassen. Larry Ellison, der engagierte Verwaltungsratschef, kann sich dennoch über wachsende Vermögenswerte freuen, die seinen Status als einer der reichsten Menschen der Welt untermauern.

