Optimistische Töne im Maschinenbau: Auslandsaufträge treiben Wachstum an
Die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer blicken auf ein erfreuliches Auftragsplus im Mai zurück, was nach Einschätzung von Branchenexperten auf eine zunehmende Stabilisierung der exportlastigen Industrie hinweist. Vor allem die deutliche Zunahme an Auslandsaufträgen, die im Vergleich zum Vorjahr um satte zwölf Prozent stiegen, gibt der Branche Grund zur Hoffnung.
Dies geschieht trotz anhaltender Spannungen im Handel mit den USA. Johannes Gernandt, Chefvolkswirt des VDMA, beschreibt die Lage als positiv, wenn auch mit gebotenem Vorbehalt. Auch das Inlandsgeschäft zeigt sich im Aufwärtstrend und verzeichnet einen bereinigten Zuwachs von zwei Prozent im Mai, was die grundsätzliche Marktbelebung unterstreicht.
Dennoch weist Gernandt darauf hin, dass der Mai des Vorjahres ein besonders schwacher Vergleichsmonat war, was die Zuversicht relativiert. Insgesamt zeigt sich jedoch für das laufende Jahr ein leichtes Wachstum, das maßgeblich vom internationalen Markt getragen wird.
Trotz eines vorangegangenen Dämpfers im April verzeichnet der Maschinenbau in den ersten fünf Monaten des Jahres ein dreiprozentiges Auftragsplus, wobei die Nachfrage aus dem Ausland um vier Prozent zulegte. Innerdeutsch bleiben die Bestellungen konstant, was auf unveränderte Nachfrage im Inland hindeutet.
Nichtsdestotrotz prognostiziert der VDMA für 2023 weiterhin einen realen Produktionsrückgang um zwei Prozent. Gernandt ruft zur zügigen Einigung der EU mit den USA auf, um die Handelsstreitigkeiten abzumildern und Eskalationen abzuwenden.

