Optimismus bei Nato-Treffen: Chancen für Ukraine-Verhandlungen trotz Putins Abwesenheit
Nato-Generalsekretär Mark Rutte äußerte bei einem Nato-Außenministertreffen in Belek trotz der Abwesenheit des russischen Präsidenten Wladimir Putin bei den Ukraine-Friedensverhandlungen in Istanbul vorsichtigen Optimismus. Laut Rutte könnten in den kommenden Wochen Fortschritte erzielt werden, falls Russland bereit ist, kooperativ an den Verhandlungstisch zurückzukehren.
Die Gespräche finden unter der Leitung von Putins Berater Wladimir Medinski statt, was Rutte kritisch betrachtet. Er betonte, dass eine relevante russische Delegation für substanzielle Fortschritte unerlässlich sei. "Der Ball liegt nun im russischen Feld", fügte Rutte hinzu und unterstrich, dass es an Russland liegt, die nächsten konkreten Schritte zu unternehmen.
Direkte Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine wurden zuletzt 2022 in der Türkei aufgenommen, doch bis dato ohne Erfolg abgeschlossen. Hauptstreitpunkt war Russlands Forderung nach einem Vetorecht gegen das Eingreifen westlicher Mächte, was die Ukraine in Abhängigkeit vom Kreml gebracht hätte. Der Generalsekretär bleibt dennoch optimistisch, dass die gegenwärtigen Gespräche durch ein Entgegenkommen Russlands künftig zu einem Durchbruch für den Frieden führen könnten.

