Optimismus am Dealmaking-Horizont: Morgan Stanley sieht Aufwind
Morgan Stanley scheint sich wieder in Aufbruchstimmung zu befinden. Der Co-Präsident des Finanzinstituts, Dan Simkowitz, äußerte sich optimistisch über einen erheblichen Aufschwung bei Geschäftstransaktionen. Dies sei nicht nur im Vergleich zu den Zeiten hoher Tarifvolatilität bemerkenswert, sondern auch im Kontext der vergangenen Dekade.
Die aktuellen Deregulierungspolitiken, Steuersenkungen und die Aussicht auf Zinssenkungen bis Jahresende geben Unternehmen neuen Rückenwind. Nach einer Flaute von drei Jahren in den Kapitalmärkten und bei Unternehmensfusionen und -übernahmen deutet vieles auf eine Welle von Deals hin, die sich über mehrere Jahre erstrecken könnte.
Laut Simkowitz passen viele Unternehmen ihre strategischen Pläne angesichts der umgestalteten Industriepolitik der USA an. Dies hat Auswirkungen auf globale Lieferketten und die Standortwahl für Assets multinationaler Firmen.
Zudem beginnen Finanzinvestoren, ihre Unternehmen zu monetarisieren. Dies geschieht nicht nur auf Wunsch der Investoren, die Kapital zurückerhalten möchten, sondern auch, da Verkaufsprozesse für Private-Equity-Manager besondere Anreize schaffen.
Morgan Stanley schätzt, dass es allein in den USA etwa 1.500 Private-Equity-unternehmen gibt, die jeweils mindestens einen Wert von 1 Milliarde USD besitzen. Diese latente Nachfrage könnte weit über das Jahr 2026 hinaus für rege Geschäftstätigkeit sorgen.
Die Wiederbelebung des IPO-Marktes trägt laut Simkowitz ebenfalls dazu bei, das Risiko in M&A-Deals zu minimieren. Zuletzt stand Morgan Stanley an vorderster Front bei dem 1,37 Milliarden USD schweren Börsengang des schwedischen Fintechs Klarna an der New Yorker Börse.
Nicht nur im Handel sieht die Bank organisches Wachstumspotenzial; auch im Bereich Wealth Management will Morgan Stanley weiter zulegen. Obwohl Simkowitz potenzielle Übernahmen in diesem Sektor nicht ausschließt, betont er, dass solche Deals hohe Hürden überwinden müssten.
Ähnliche Überlegungen zu möglichen Akquisitionen teilte auch CEO Ted Pick, in Anlehnung an James Gormans Strategie, Morgan Stanley als Vermögensverwaltungskraftwerk zu etablieren.

