Ölpreise zeigen Aufwärtstrend – Markt blickt gespannt auf Jackson Hole
Die Ölpreise klettern weiter in die Höhe. Für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Oktoberlieferung werden aktuell 67,09 US-Dollar gezahlt – ein Anstieg um 25 Cent im Vergleich zum Vortag. Ähnlich verhält es sich auch beim US-Pendant WTI, das um 23 Cent auf 62,93 Dollar zulegte. Ein unerwarteter Rückgang der US-Rohöllagerbestände hat den Ölpreisen einen Schub verliehen, befinden sich diese doch aktuell merklich unter dem saisonal üblichen Niveau.
Trotzdem bleiben die Ölpreise in einer engen Bandbreite, während die Marktteilnehmer gebannt die Entwicklungen rund um den Ukraine-Konflikt verfolgen. Fortschritte bei den Friedensverhandlungen sind nach wie vor unklar, zumal Russland – ein entscheidender Akteur im globalen Ölmarkt – die Ukraine erneut massiv aus der Luft angegriffen hat.
Ein weiteres Highlight für die Investoren ist das Treffen der Notenbanker im US-amerikanischen Jackson Hole. Die Finanzwelt hofft auf neue Töne von Fed-Chef Jerome Powell im Hinblick auf mögliche Zinssenkungen im September. Dieser steht unter erheblichem Druck von US-Präsident Donald Trump, die Zinsen konsequent zu senken.
Obwohl die derzeitige Entwicklung der Ölpreise für Aufmerksamkeit sorgt, bleibt der Blick einiger Experten mittelfristig auf ein Überangebot an Rohöl gerichtet, das potenziell preisdämpfend wirken könnte. Die Opec+ hat ihre Fördermengen zuletzt erhöht und auch Rohölproduzenten außerhalb des Kartells, wie die USA, erweitern ihre Kapazitäten.

