Ölpreise unter Druck: OPEC+ Treffen im Fokus
Die Öhlpreise haben am Donnerstag einen weiteren Rückgang verzeichnet, was die Unsicherheiten auf dem Öhlmarkt unterstreicht. Die Nordseesorte Brent wurde für November-Lieferungen mit 66,90 US-Dollar pro Barrel gehandelt, was einem Rückgang von 70 Cent im Vergleich zum Vortag entspricht. Die US-Öhlsorte WTI fiel um 73 Cent auf 63,27 Dollar für die Oktober-Lieferung. Die Preissenkungen führen die Verluste der Vortage fort.
Ein maßgeblicher Faktor für die Preisbewegungen ist das bevorstehende Treffen der OPEC+ am Wochenende. In Branchenkreisen wird spekuliert, dass der Zusammenschluss erneut eine Produktionssteigerung in Erwägung zieht. Saudi-Arabien und andere OPEC-Vertreter haben allerdings noch keine endgültige Entscheidung getroffen. Marktteilnehmer erwarten mehrheitlich, dass die Förderquote vorerst unverändert bleibt, auch wenn einige eine Erhöhung als durchaus möglich erachten.
Die Sorge über ein anhaltendes Überangebot an Rohöl wird durch Äußerungen der Investmentbank Goldman Sachs genährt. Das Institut geht davon aus, dass das Überangebot die Ölmärkte weiterhin belasten wird. In einer aktuellen Analyse prognostizieren sie einen Rückgang des Brent-Preises auf unter 50 US-Dollar bis Ende 2026.
Zusätzlich beeinträchtigt die schwächelnde Wirtschaft in China, dem weltweit größten Ölimporteur, die Ölpreise. Neue Daten zu den US-Rohölbeständen, die am Nachmittag erwartet werden, könnten weitere Impulse für die Preisgestaltung geben. Vergangene Woche meldete der American Petroleum Institute (API) einen Anstieg der US-Rohölreserven um 600.000 Barrel, was tendenziell auf ein höheres Angebot und damit auf Druck auf die Preise hindeutet.

