Ölpreise steigen leicht angesichts geopolitischer Spannungen
Die Ölpreise haben kürzlich einen leichten Anstieg verzeichnet, da ein Fass der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im November zuletzt für 66,90 US-Dollar gehandelt wurde. Dies bedeutet einen Anstieg um 20 Cent im Vergleich zum letzten Freitag. Auch der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI zur Lieferung im Oktober ist leicht um 36 Cent auf 63,04 US-Dollar geklettert.
Zu den treibenden Faktoren zählt der anhaltende Konflikt zwischen Russland und der Ukraine, bei dem es wiederholt zu Drohnenangriffen kam. Vor allem wurden russische Ölanlagen ins Visier genommen. Analystin Vandana Hari von Vanda Insights in Singapur betont, dass Investoren die Situation in den Häfen und Anlagen genau im Auge behalten, da mögliche neue Sanktionen gegen Russland diskutiert werden.
Angesichts des haltlosen Ausgangs der amerikanischen Friedensbemühungen hat die EU-Kommission umfassende Sanktionsverschärfungen vorgeschlagen. Geplante Maßnahmen könnten den Handel beträchtlich beeinflussen, darunter Exportverbote für Güter, die von der russischen Rüstungsindustrie genutzt werden können. Zudem sollen Sanktionen auch andere globale Akteure wie China und Indien, wichtige Käufer russischen Öls, betreffen.

