Ölpreise schwanken: Geopolitische Spannungen im Nahen Osten im Fokus
Nach einem rapiden Preisanstieg am Vortag zeigten sich die Ölpreise am Donnerstag auf dem Rückzug. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August ist auf 68,80 US-Dollar gefallen, ein Rückgang um 97 Cent. Parallel dazu sank der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI für die Juli-Lieferung um einen Dollar und notierte bei 67,15 US-Dollar.
Experten sprechen von einer Marktgegenbewegung, nachdem die Ölpreise zuvor um etwa vier Dollar je Barrel gestiegen waren. Als Hintergrund für den Preissprung galt die zunehmende Sorge vor einem möglichen militärischen Konflikt zwischen Israel und dem Iran. Die USA hatten bereits ihr Botschaftspersonal in der Region reduziert, was die Spekulationen über einen bevorstehenden Militärschlag weiter befeuerte.
Dennoch gibt es Hoffnung auf diplomatische Fortschritte: Am Wochenende sollen im Oman die Gespräche zwischen dem Iran und den USA über das iranische Atomprogramm fortgesetzt werden. Trotz der wachsenden regionalen Spannungen war der Fortgang der Verhandlungen bis zuletzt ungewiss. Analyst John Evans von PVM unterstreicht die Dringlichkeit der Lage, da mögliche Attacken Irans auf amerikanische Ziele in Erwägung gezogen werden. Die Evakuierung von US-Diplomaten verstärkt die Brisanz des Konflikts.

