Ölpreise legen leicht zu: Ungewisse Zukunft im Zeichen geopolitischer Entwicklungen
Die Ölpreise verzeichneten am Dienstag einen leichten Anstieg. Ein Fass der Nordseesorte Brent für die Lieferung im Dezember kletterte um 71 Cent auf 61,73 US-Dollar. Ähnlich verlief es für die US-Sorte WTI, deren Preis für die Auslieferung im November um 75 Cent auf 58,27 Dollar stieg. Nachdem die Preise zuletzt unter Druck geraten waren, zeigt sich nun ein vorübergehender Anstieg.
Wie die Commerzbank-Expertin Barbara Lambrecht berichtet, haben chinesische Raffinerien im September verstärkt Rohöl verarbeitet, was auf umfangreiche Reservekäufe zurückzuführen ist. Diese Käufe helfen, das Überangebot auf dem globalen Ölmarkt teilweise auszugleichen, doch bleibt abzuwarten, wie lange dieser Effekt anhält. Trotz dieser Entwicklung bleibt die Erwartung eines großen Überangebots an Rohöl bestehen, wie auch die Internationale Energieagentur kürzlich bestätigte.
Die Opec+ hatte eine Erhöhung ihres Angebots angekündigt, was die Preise zuvor stark sinken ließ. Im Juni notierte Brent noch über 80 Dollar. Die Zukunft der Ölpreise könnte weiterhin von geopolitischen Faktoren beeinflusst werden.
Eine aktuelle Studie von Citigroup prognostiziert einen möglichen Rückgang auf 50 Dollar pro Barrel, sollte es zu einer Entspannung im Ukraine-Konflikt kommen. In diesem Zusammenhang kamen Gespräche zwischen Trump und Putin ins Spiel, wobei Budapest als möglicher Ort eines Treffens genannt wurde. Einen festen Termin gibt es jedoch noch nicht.
Sergej Rjabkow, stellvertretender russischer Außenminister, äußerte inzwischen, dass die Idee eines Treffens zwischen Außenminister Sergej Lawrow und seinem US-Pendant Marco Rubio zwar im Raum stehe, doch es zu früh sei, über einen konkreten Zeitpunkt zu sprechen. Im Vorfeld eines Treffens zwischen Trump und Putin hatte bereits ein Telefonat zur Vorbereitung stattgefunden. Ein weiteres Treffen der Außenminister steht als Vorbereitung des Gipfels ebenfalls im Raum.

