Ölpreise erholen sich nach kurzfristiger Talfahrt
Die Ölpreise haben sich am Donnerstag teilweise von einem markanten Rückgang am Vortag erholt. Der Preis für die wichtige Nordseesorte Brent, zur Lieferung im Januar vorgesehen, stieg um 61 Cent und notiert nun bei 63,33 US-Dollar pro Barrel. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI, zur Lieferung im Dezember, legte um 60 Cent auf 59,09 Dollar zu.
Am Mittwoch waren die Preise für Rohöl stark gefallen. Verantwortlich für den Druck auf die Notierungen sind aktuelle Prognosen der Organisation erdölexportierender Länder (Opec). Diese lassen für das dritte Quartal einen Überfluss an Rohöl auf dem Weltmarkt erwarten, obwohl die Nachfrageprognosen für 2023 und 2024 unverändert blieben.
Chevron-Chef Mike Wirth erklärte, dass die Öllieferungen aus den Opec+ Staaten nach einer erfolgten Rücknahme von Förderbeschränkungen signifikant ansteigen. Er prognostiziert eine Zeit, in der das Angebot die Nachfrage übersteigen könnte. Unterstrichen wird diese Erwartung durch die Internationale Energieagentur (IEA), die im kommenden Jahr einen Überschuss von täglich durchschnittlich vier Millionen Barrel prognostiziert.
Dieses Szenario hat bislang jedoch keinen zusätzlichen Druck auf die Ölpreise ausgeübt. Später im Tagesverlauf wird besonders auf die wöchentlichen Rohöllagerbestände in den USA geachtet, die vom Energieministerium erhoben werden.

