Ölpreise auf Talfahrt: OPEC-Prognosen ohne stützende Wirkung
Die Ölpreise gerieten am Mittwoch deutlich unter Druck, als die Notierungen im Tagesverlauf weiter abrutschten. Der Preis für ein 159-Liter-Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Januar fiel um 1,49 US-Dollar auf 63,67 US-Dollar. Auch der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI zur Lieferung im Dezember sank um 1,52 US-Dollar auf 59,52 US-Dollar.
Die jüngsten Prognosen der OPEC, die im kommenden Jahr eine anziehende Nachfrage nach Rohöl erwarten, vermochten die Preise nicht zu stabilisieren. Die Experten des Ölkartells gehen von einem täglichen Nachfragewachstum von 1,4 Millionen Barrel für das kommende Jahr aus, während sie für das laufende Jahr lediglich einen Zuwachs um 1,3 Millionen Barrel pro Tag prognostizieren. Diese Einschätzungen bestätigen die bisherigen Erwartungen der OPEC.
Trotz der optimistischen Aussicht der OPEC bleibt die Stimmung am Ölmarkt überwiegend pessimistisch, wie Analysten von Standard Chartered betonen. Sie schließen einen weiteren Preisrückgang nicht aus, da viele Investoren ein Überangebot am Ölmarkt in den kommenden Monaten erwarten.
Die jüngsten Verluste revidieren die Kursgewinne vom Vortag, als Brent-Öl aus der Nordsee um über einen Dollar je Barrel zulegte. Für die verstärkte Ölnachfrage sorgte die Hoffnung auf ein Ende des behördlichen Stillstands in den USA. Aktuell berät das US-Repräsentantenhaus über einen Übergangshaushalt, dessen Annahme und Unterzeichnung durch Präsident Donald Trump das Ende der längsten Regierungsblockade besiegeln würde.

