Oklo gewinnt prestigeträchtigen Auftrag vom US-Verteidigungsministerium
Der Aktienkurs von Oklo erlebte am Mittwoch einen beeindruckenden Sprung von 29%, nachdem das Unternehmen als bevorzugter Anbieter für ein Projekt des Verteidigungsministeriums zur Bereitstellung sauberer Energie auf der Eielson Air Force Base in Alaska ausgewählt wurde. Die Defense Logistics Agency Energy, eine Behörde des Verteidigungsministeriums, gab bekannt, dass Oklo nach einem wettbewerbsintensiven Evaluierungsverfahren den Zuschlag erhalten soll.
Im Rahmen dieses Abkommens plant Oklo, ein Aurora-Kraftwerk—einen Mikroreaktor, der sowohl Strom als auch Wärme liefert—zu entwerfen, zu bauen und zu betreiben. Dieses Projekt ist Teil eines Pilotprogramms der US Air Force, das darauf abzielt, die Energieversorgungssicherheit und Zuverlässigkeit an sicherheitsrelevanten Standorten zu verbessern. Der Aurora-Reaktor verwendet schnelle Reaktortechnologie und ist so konzipiert, dass er unabhängig vom Netz betrieben werden kann—ein entscheidender Vorteil für abgelegene Standorte wie Eielson.
Eine derartige Unterstützung seitens der Regierung zeigt das Vertrauen in Oklos Fähigkeiten, zuverlässige Energielösungen für kritische Infrastrukturen zu liefern. Dies markiert einen wichtigen Schritt in der Kommerzialisierung der Technologie von Oklo und signalisiert das wachsende staatliche Interesse an fortschrittlichen Nuklearsystemen. Anleger honorierten diese Entwicklung umgehend mit dem stärksten Kursanstieg, den die Aktie seit dem Börsengang verzeichnet hat.
Dies unterstreicht den Optimismus hinsichtlich Oklos Potenzial zur Sicherung langfristiger Einnahmen durch staatlich unterstützte Projekte. Oklo positioniert sich weiterhin in einem regulatorisch günstigen Umfeld, indem es Vorbereitungen für die Lizenzierung seines erweiterten 75-MW-Designs trifft. Der Fokus liegt dabei auf einem möglichen Betriebsstart Ende 2027 oder Anfang 2028.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die verstärkte Investition in Recyclingfähigkeiten für Brennstoff sowie umfangreiche, unverbindliche Vereinbarungen über 14 GW mit Datenzentren und industriellen Nutzern. Die jüngste personelle Veränderung im Vorstand, nämlich der Rücktritt von Sam Altman, öffnet die Tür für neue kommerzielle Partnerschaften.
Kurze Zeit später nutzte Oklo den Kursanstieg, um zusätzliches Kapital in Höhe von mehreren hundert Millionen aufzunehmen. Somit verfügt das Unternehmen über ausreichende Mittel, um fast ein Jahrzehnt weiter zu agieren. Derweil sind noch immer 12–15 Millionen Aktien im Leerverkauf eingeschrieben—rund 10–12% der handelbaren Anteile.

