Offshore-Windprojekte an US-Ostküste auf Eis gelegt

Die US-amerikanische Regierung hat die fortschreitenden Bauvorhaben von fünf bedeutenden Offshore-Windenergieprojekten an der Ostküste temporär gestoppt. Als Begründung wurden Sicherheitsbedenken genannt, wie das Innenministerium der Vereinigten Staaten bekanntgab. Im Fokus steht die zeitlich begrenzte Aussetzung der Lizenzen für diese Offshore-Windparks, um umfassende Analysen potenzieller Risiken durchzuführen.
Berichten zufolge könnten die gigantischen, rotierenden Windkraftflügel und hochglänzenden Turmkonstruktionen Störungen bei Radarsystemen hervorrufen, was die Erkennung möglicher Bedrohungen behindern könnte. Betroffen von dieser neuen Entwicklung sind Projekte vor den Küsten von Massachusetts, Connecticut, New York und Virginia, die allesamt bereits erhebliche finanzielle Mittel und umfangreiche Bautätigkeiten investiert haben.
Politischer Gegenwind bleibt in diesem Kontext nicht aus: Chuck Schumer, führender Demokrat im US-Senat, äußerte massive Kritik an Präsident Donald Trump und bezeichnete das Vorgehen als "irrational und unbegründet". Schumer befürchtet erhebliche Auswirkungen auf Energiepreise, gewerkschaftlich organisierte Arbeitsplätze und die Stabilität des Stromnetzes. Auch aus Umweltschutzkreisen und von politischen Akteuren wird die Maßnahme als politisch motivierte Erschwernis für die Windenergiebranche wahrgenommen, die sich zuvor bereits vielfältigen Genehmigungs- und Sicherheitsverfahren unterziehen musste. Branchenexperten und Projektentwickler prüfen derzeit die Konsequenzen für Beschäftigung und Investitionen, wobei auch rechtliche Schritte nicht ausgeschlossen werden.

