Ölpreise auf Höhenflug – Drohende Spannungen im Nahen Osten befeuern Märkte
Die Ölpreise verzeichneten am Donnerstag einen eindrucksvollen Anstieg und erreichten den höchsten Stand seit fünf Monaten. Hinter diesem Preissprung stehen insbesondere Spekulationen um mögliche US-Militärschläge gegen den Iran, einem Mitglied der Organisation erdölexportierender Länder (Opec). Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März kletterte auf 71,56 US-Dollar, was einem Anstieg von 3,16 Dollar im Vergleich zum Vortag entspricht. Auch der Preis für die US-Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) verzeichnete eine kräftige Steigerung um 2,96 Dollar auf 66,17 Dollar.
Die aktuellen Entwicklungen versetzen den Ölmarkt in Erinnerung an die geopolitischen Turbulenzen des vergangenen Sommers. Ein Faktor, der diese Dynamik befeuert, ist die Drohung des US-Außenministers Marco Rubio, der einen Präventivschlag in Aussicht stellte, sollte der Iran Angriffe auf US-Einrichtungen planen. 'Sollten wir Anzeichen dafür haben, dass ein Angriff auf unsere Truppen in Kürze erfolgt, werden wir zur Verteidigung unseres Personals handeln', betonte Rubio während einer Anhörung im US-Senat am Mittwoch.
Neben den Drohungen spielt auch das iranische Atomprogramm eine zentrale Rolle bei der Eskalation der Spannungen. Die USA haben in jüngster Zeit ihren Fokus von den Protesten in Iran hin zu den nuklearen Ambitionen des Landes verschoben. Diese geopolitischen Risiken werfen die Frage auf, ob es in der ölreichen Region des Persischen Golfs zu weiteren Instabilitäten kommen könnte. Ein militärischer Eingriff der USA könnte die wichtige Schifffahrtsroute durch die Straße von Hormus beeinträchtigen und damit die globale Versorgung mit Rohöl und Flüssigerdgas gefährden.

