Novartis trotzt Herausforderungen mit Zuversicht für 2026
Der Schweizer Pharmariese Novartis hat im Schlussquartal 2025 nur ein geringes Umsatzwachstum verzeichnet, was vor allem auf den zunehmenden Druck durch Generika zurückzuführen ist. Für das Jahr 2026 äußerte das Management einen gemischten Ausblick: Während im ersten Halbjahr eine starke Belastung durch die Nachahmermedikamente erwartet wird, soll im weiteren Jahresverlauf die Erholung einsetzen. Der Aktienkurs bewegte sich daher in Zürich kaum und notierte zuletzt leicht im Minus bei 116,24 Franken. Trotzdem hat die Aktie im Jahresverlauf um über 6 Prozent zugelegt, mit einem bemerkenswerten Anstieg von rund 20 Prozent in den letzten zwölf Monaten.
Analysten, darunter die von Goldman Sachs, bewerten die operativen Ergebnisse von Novartis als weitgehend im Einklang mit den Erwartungen, obwohl der Ausblick als etwas schwächer eingeschätzt wird. Die kürzlich angekündigte Übernahme von Avidity könnte hier ein Einflussfaktor sein, da ihre Folgen noch nicht vollständig eingerechnet wurden. Jefferies-Analyst Michael Leuchten jedoch sieht den Ausblick der Schweizer für 2026 als durchaus positiv.
Novartis-CEO Vasant Narasimhan erläuterte, dass der Umsatzeinbruch durch Generika im Jahr 2026 bei rund 4 Milliarden US-Dollar liegen könnte, besonders stark ausgeprägt in der ersten Jahreshälfte. Dies liegt an den neuen Generika von Blockbustern wie Entresto, Promacta und Tasigna, die Mitte 2025 auf den Markt kamen. Danach sollten sich die Auswirkungen mildern, was der Konzern sich in der zweiten Jahreshälfte in Form eines Umsatzwachstums im mittleren einstelligen Bereich erhofft. Insgesamt erwartet Novartis für das Gesamtjahr ein moderates Umsatzwachstum bei konstanten Wechselkursen.
Der Gewinn hingegen wird stärker unter Druck geraten. Ein operativer Gewinnrückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich wird prognostiziert, besonders ausgeprägt zu Beginn des Jahres. Doch auch hier sieht Novartis eine Wende: Im zweiten Halbjahr dürfte der Gewinn wieder zulegen. Trotz dieser Herausforderungen bleibt das Unternehmen optimistisch, seine mittelfristigen Ziele zu erreichen und im Jahr 2027 wieder zu einem klaren Gewinnwachstum zurückzukehren.
Im vierten Quartal 2025 stiegen die Umsätze um ein Prozent auf 13,3 Milliarden US-Dollar. Der operative Gewinn hingegen wuchs um zwei Prozent auf 3,6 Milliarden, trotz eines geringeren Konzerngewinns von 2,4 Milliarden US-Dollar, was höheren Steuerbelastungen zugeschrieben wird. Der um wesentliche Faktoren bereinigte Kernbetriebsgewinn kletterte um ein Prozent auf 4,9 Milliarden, ein Ergebnis, das den Erwartungen entsprach.
Für das Geschäftsjahr 2025 vermeldete Novartis einen Umsatz von 54,5 Milliarden Franken, was einem Anstieg von acht Prozent entspricht. Die Aktionäre dürfen sich über eine erhöhte Dividende von 3,70 Franken freuen, eine Steigerung gegenüber den 3,50 Franken des Vorjahres.

