Nordex trotzt mit rekordverdächtigen Aufträgen den Marktschwankungen
Der Turbinenhersteller Nordex kann sich über prall gefüllte Auftragsbücher freuen, angetrieben durch den florierenden Windenergiemarkt. Wie das im MDax gelistete Unternehmen bekanntgab, verzeichnete Nordex im vierten Quartal Bestellungen im Umfang von nahezu 3,6 Gigawatt (GW), was eine Steigerung von über neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Obwohl die Aktie nach dieser Ankündigung kurzfristig um knapp ein Prozent nachgab, konnte sie seit Jahresbeginn um rund 11 Prozent zulegen — ein beeindruckendes Wachstum nach einem ohnehin schon starken Börsenjahr 2025.
Analysten waren von der positiven Geschäftsentwicklung nicht überrascht, hatten sie doch angesichts jüngster Großaufträge von Nordex mit einem starken Auftragseingang gerechnet. In den letzten drei Monaten wurden insgesamt 547 Windenergieanlagen für Projekte in zwölf Ländern bestellt, wobei der Großteil der Aufträge aus Deutschland, Kanada und Frankreich stammte. Für das Gesamtjahr stieg der Auftragseingang um bemerkenswerte 22,5 Prozent und erreichte den Rekordwert von 10,2 Gigawatt.
Jefferies-Analyst Constantin Hesse lobte die starke Performance von Nordex im Jahr 2025 und sieht keine Anzeichen für ein Nachlassen der positiven Dynamik. Die Preise blieben im vierten Quartal stabil, der Durchschnittspreis pro Megawatt betrug weiterhin 0,89 Millionen Euro, was im Vergleich zum Vorjahr konstant ist. Der Wert des Auftragseingangs stieg um beinahe zehn Prozent und erreichte etwa 3,2 Milliarden Euro. Über das Jahr hinweg erhöhte sich der durchschnittliche Verkaufspreis geringfügig von 0,90 Millionen auf 0,91 Millionen Euro, was auf die Projektgröße und regionale Unterschiede zurückzuführen ist.

